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Reisen

Louisbourg Lighthouse Trail

Heute war wieder ein Orts- und Unterkunftswechsel fällig. Nach zwei Nächten in der Nähe von Sydney bin ich jetzt für ein paar Tage in Baddeck. Auf dem Weg dorthin und um den Bras D'Or Lake herum gab es aber noch einen Abstecher nach Louisbourg, wo ich zunächst das Fortress besichtigt habe. Während es abseits der Küste angenehme 26 Grad hatte, konnte man dem Thermometer beim rapiden Abfallen der Temperatur zusehen, je näher man Louisbourg kam. Am Ende waren es keine 14 Grad mehr und es wehte eine äußerst steife Brise. Ich war aber gewarnt und zum Glück entsprechend angezogen...

Fast noch besser als die Verteidigungsanlagen selbst fand ich allerdings den Lighthouse Trail auf der anderen Seite der Bucht. Die Aussichten auf die schroffen Felsen und die mächtigen Wellen des Atlantiks waren beeindruckend! Leider war es nicht nur windig sondern auch zunehmend neblig, weshalb ich mich für die kurze Runde entschieden habe. Will aber unbedingt irgendwann auch mal den kompletten Trail bis Lorraine Head laufen.. möglichst bei Sonnenschein! ;-)

Streckenlänge 2,7 km
Dauer 40 min
Steigung 83 m
Sichtungen sehr viele Möwen und ein paar Gänse
Details Sportstracker (Streckenprofil und Fotos)
8.7.14 05:33


Coxheath Hills Wilderness Trail

Oh, gerade habe ich doch mal kurz dran gedacht, dass heute eigentlich der letzte Tag vom Stanfest gewesen wäre.. Es ist halt einfach doch zu schade, dass daraus nichts geworden ist. Gar nicht mal so sehr wegen Bruce (den gab's ja am Freitag noch mal), aber ich hätte so gerne auch Dave Gunning, Lennie Gallant, Alan Doyle und die vielen anderen Künstler gehört... *seufz*

Naja, stattdessen gab's heute reichlich Natur, ich war nämlich zum ersten Mal hiken. Hatte mir vor meiner Reise extra ein Buch mit Trails auf Cape Breton besorgt und das werd ich in den nächsten Tagen auch oft brauchen..

Los ging es heute mit dem Coxheath Hills Wilderness Trail in der Nähe von Sydney. Der war ganz schön anspruchsvoll, besonders die erste Hälfte hatte es in sich, weil der Pfad schmal und stellenweise feucht war und man immer wieder Wasserläufe und Morast überwinden musste. Dafür hatte ich super Wetter und strahlenden Sonnenschein, während es heute Vormittag noch komplett bedeckt war und jetzt gerade auch wieder regnet... Und die Aussicht oben war toll! Hier mal die Eckdaten, das mach ich bei den anderen dann auch so:

Streckenlänge 8,8 km
Dauer 3 h
Steigung 548 m
Sichtungen mehrere Hörnchen, eine kleine grüne Schlange, diverse Vögel, darunter ein Specht und ein großer Kauz
Details Sportstracker (Streckenprofil und Fotos)
7.7.14 04:08


Side Notes from Nova Scotia

  • mein Akzent wird fast immer auf Anhieb als Deutsch identifiziert (Mist!)
  • Lobster ist göttlich, könnt ich jeden Tag haben!
  • Bruce habe ich bisher kein einziges Mal im Radio gehört, trotz stundenlanger Fahrten im Auto
  • dafür werden Todesanzeigen im Radio durchgegeben
  • die Nebenstraßen sind zum Teil seeehr holprig und löchrig
  • dafür sind die Leute wahnsinnig freundlich und grüßen auch aus dem Auto heraus
  • Wilde Tiere habe ich bisher praktisch nur tot am Straßenrand gesehen, das eine Reh in Sherbrooke Village zählt nicht, weil fast zahm
6.7.14 07:35


It's NOT Easy, it's EPIC!

Wieder ein Tag rum und ich hänge mit der Berichterstattung nach wie vor hinterher... meinen ersten Lauf im Ausland muss ich aber natürlich unbedingt festhalten, der war nämlich toll! Zugegeben, Samstag Morgen war ich überhaupt nicht in der richtigen Stimmung.. der Songwriter's Circle lag mir doch noch ziemlich schwer im Magen.. Aber ich hatte ja bereits das Startgeld bezahlt und habe mich deshalb doch kurz vor 6 Uhr aus dem Bett gequält, um 45 Minuten später rüber nach Dartmouth zu fahren.. Sidenote: Ist es nicht erstaunlich, wie schnell man sich woanders auskennt und zurecht findet? Es kommt mir vor, als wäre ich schon Wochen da!

Nachdem ich mein Auto am Findlay Community Centre geparkt hatte und innerhalb von einer Stunde 3x Pipi machen musste, ging es um 8 Uhr mit dem ersten 10-Kilometer-Lauf los. Es war schon um diese Zeit ziemlich warm, aber dank der guten Orga und drei Getränkestationen kam ich gut durch. Die Strecke war hauptsächlich auf Asphalt, nur am Lake Micmac waren es unbefestigte Wege. Es ging tatsächlich auch ein bisschen auf und ab und ich hab mich irrsinnig gefreut, dass ich unter einer Stunde geblieben bin. Ehrlich gesagt hätte mir dieser Erfolg schon gereicht, aber ich wollte ja unbedingt den "Double-in-a-Day" machen, also ging es nach kurzer Verschnaufpause um 9:30 Uhr erneut an den Start. Dieses Mal zum Glück nur die halbe Runde um den Lake Banook, aber das hat auch gereicht. Hab noch so gedacht, ich lass die 5 km ganz ruhig angehen, aber am Ende war es sogar unter 30 Minuten. *freu* Ich bekam also nicht nur die reguläre Medaille wie alle Finisher (egal ob 5 oder 10), sondern konnte mir auch die EPIC Medaille umhängen lassen. :-)

Auf der Epic Canadian Website könnt ihr euch die Ergebnisse ansehen, wenn ihr wollt. Ich bin die, bei der als Country "DE" steht ;-) Es war übrigens auch ein Gänsehaut-Moment, als kurz vor dem Start die kanadische Nationalhymne gespielt wurde. Und was ich auch richtig toll fand: Nach dem Rennen konnten wir Läufer uns so richtig den Bauch vollschlagen, wenn wir wollten! Es gab nämlich nicht nur Getränke sondern auch ganz viel frisches Obst, leckeres Gebäck und sogar Torte im Kanada-Look!! Total cool! Viele Läufer sind ja auch im Kanada-Outfit gelaufen. Die meisten rot-weiß und einige sogar mit Hüten, Röckchen, Fähnchen und anderen Accessoires. Mir war das Race-Shirt bei den Temperaturen aber eindeutig zu warm, das heb ich mir für meine Hiking Touren auf Cape Breton auf...
1.7.14 04:48


When I arrived in Canada, I walked the streets...

Der Rest von den "The Cutter" Lyrics passt zwar nicht mehr wirklich und auch die erste Zeile nicht 100%, ist aber einfach stimmiger in der Ich-Form.. ;-) Nachdem uns Nova Scotia am Donnerstag sehr regnerisch begrüßt hat, zeigte sich Halifax gestern schon von einer viel freundlicheren Seite. Nach einem interessanten Besuch im Atlantic Superstore, bei dem ich von der Kassiererin sofort als Deutsche enttarnt wurde *grrr* erkundeten wir erst Citadel Hill und dann Downtown. So auf den ersten Blick ist Halifax keine wirklich schöne Stadt. Die Lage am Wasser ist zwar toll und es ist auch recht grün, aber irgendwie passt nichts so richtig zusammen bzw. stört immer irgendwas das Gesamtbild. Es ist einfach weder Fisch noch Fleisch, um mal den Vergleich zu bemühen.,.

Aber ich glaube, die Stadt gibt ihren Charme nicht sofort preis.. man muss sie erst besser kennenlernen. Während ich vom Citadel Hill ziemlich enttäuscht war (die Zitadelle in Erfurt ist beeindruckender!), fand ich es abends an der Waterfront echt schön. Nachmittags hatte ich außerdem noch einen Abstecher per Auto nach Dartmouth gemacht, wo ich mein Racekit für den Samstag abgeholt habe. Und die Fahrt über die imposante MacDonald Bridge ist sehr abenteuerlich, weil man Zoll bezahlen (jeweils ein Dollar) und sich dann von fünf Spuren wieder auf eine zurechtfädeln muss, haha. Mittag haben wir übrigens im Carleton gegessen, wo Bruce auch schon des Öfteren aufgetreten ist. ;-)
29.6.14 04:26


Good morning, Halifax!

So, die erste Nacht habe ich gut überstanden! Es ist zwar ein wenig deprimierend, wenn man sich bis halb 4 wach hält (was hier ja erst halb 11 war) und dann trotzdem schon um 6 Uhr morgens wach ist... So ganz konnte ich den Jetlag also nicht austricksen, aber jetzt nach einem Kaffee geht's mir besser. Ganz kurz hat auch schon die Sonne rausgeguckt, nachdem uns Nova Scotia gestern ziemlich verregnet begrüßt hat. Aber jetzt hat sich wieder Hochnebel breit gemacht, was hier in den Maritimes wohl ziemlich häufig vorkommt.. Aber die Wetteraussichten für's Wochenende sind vielversprechend! :-)

Der Flug gestern war übrigens echt super.. Wahlweise durch Zufall oder höhere Gewalt oder am Ende vielleicht doch pures Stalking(?) saßen wir (= two likeminded Germans with similar intentions to visit Nova Scotia) sogar nebeneinander und konnten uns so schon mal über alles was da noch so kommt austauschen. Was ich auch noch nie erlebt habe: Es gab einen free Longdrink an Bord wahlweise mit Campari, Wodka oder Gin. Na, das haben wir uns doch gerne gefallen lassen! ;-)

So, und jetzt werd ich langsam mal in die Gänge kommen und mit meinem süßen Nissan Mietwagen einen Supermarkt aufsuchen. Und falls sich jemand fragt - nein, ich bin gerade überhaupt nicht aufgeregt wegen heute Abend. :-( Das Problem hab ich ja irgendwie immer, aber ich hoffe, es stellt sich noch ein...
27.6.14 14:12


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