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BRUCE GUTHRO'S SONGWRITER'S CIRCLE | 27.06.2014 | HALIFAX, NOVA SCOTIA

Eigentlich wollte ich das Review zu meinem ersten Songwriter's Circle gestern schon schreiben, aber irgendwie fehlte mir der richtige Ansatz. Den habe ich auch heute leider nicht gefunden, aber ich kann ja auch nicht so viel Zeit vergehen lassen, damit die Eindrücke nicht verblassen... Wobei ich mir da auch wieder selbst was vormache... ich war nach den zwei Stunden völlig von der Rolle und wusste da schon nicht mehr, was alles passiert ist.. So einen irrsinnig großen Haufen aller möglichen Gefühle in so komprimierter Form musste ich noch nie verarbeiten und ich fürchte, ich bin kläglich daran gescheitert. Dieser ständige Wechsel von witzigen Anekdoten, komischen Texten, traurigen Geschichten und anrührenden Songs war irgendwie zu viel für mich. Deshalb fällt es mir auch so schwer, etwas wie einen roten Faden hier reinzubekommen... Und dass ich die Stücke von Bruce' Gästen nicht kannte, ist natürlich auch nicht unbedingt von Vorteil..

Jedenfalls tat ich mal wieder gut daran, mich doch nicht so unbändig auf den Abend zu freuen, wie ich es eigentlich vor hatte und wie es angemessen gewesen wäre. Vielleicht spielte ein Stück Vorahnung mit rein, die sich leider bewahrheiten sollte: Ich habe nämlich nur den schönen Rücken und entzückenden Hinterkopf von Mr. Guthro gesehen, denn wir saßen exakt (und das meine ich genau so!) hinter ihm. Genau 4x hab ich kurz sein Gesicht gesehen: Als er in den Circle kam, als er Jon Wein nachschenkte, als er seine Familie begrüßte und als er sich am Ende in unserer Richtung verbeugte. Das war's. Zu behaupten, ich wäre nicht enttäuscht gewesen, wäre eine glatte Lüge. Wem will ich da was vormachen? Seitlich wäre ja noch super gewesen, aber genau dahinter... Nee, das war schon hart. Natürlich ist es in erster Linie die Stimme, die zählt (und die Akustik ist super im Schooner Room), aber ohne Mimik ist es eben doch nicht das Wahre.

Ich könnte jetzt ironisch sein und sagen, dass ich Bruce' Gesicht im Gegensatz zu denen seiner Gäste schon oft genug gesehen habe, aber dazu fehlt mir wohl der nötige Sarkasmus, haha. Und auch, dass in der Section links von uns noch mehrere Plätze in der ersten Reihe frei blieben, fand ich nur bedingt komisch. Hätte es eine Pause gegeben, ich hätte mich definitiv dort hingesetzt!

Aber wie lief das denn nun ab? Kurz nach 20 Uhr gab es eine knappe Begrüßung und Bruce kam zunächst alleine auf die Bühne, nahm in der verflixten Ecke Platz und sagte sowas wie "I'm in an exceptionally good mood tonight!" bevor er den ersten Song "The Old Backyard" gespielt hat. Den Reaktionen nach zu urteilen hat eine Hälfte im Publikum den Text zum ersten Mal gehört, weil es viel Gelächter gab. Die andere Hälfte hat an der richtigen Stelle mitgesungen. Der Hüftschwung fehlte, aber das geht auf einem Barhocker ja auch schlecht. ;-)

Dann stießen die anderen drei Gäste dazu: JP Cormier nahm links von Bruce platz, gegenüber setzte sich Chuck Brodsky und Jon Landrey von den Stanfields ließ sich zu seiner Rechten nieder. Und das Konzept vom Circle bedeutet, dass jeder Künstler reihum jeweils ein Song spielt und das über mehrere Runden. Dazu gibt es die Geschichte, wie das Stück entstanden ist oder was besonders daran ist. Und das haben alle vier einfach so super gemacht, was haben wir gelacht! Es ist ein Jammer, dass man das nicht nochmal hören kann. Jon ist ein total cooler Typ und hat für meine Begriffe eine sehr geniale Gitarrentechnik. Und er stellte gleich zu Anfang mal lapidar fest, dass es eigentlich gar nicht Circle heißen dürfte sondern viel mehr Square! Wo er Recht hat.. *lol* Chuck ist stimmlich eigentlich überhaupt nicht mein Fall, aber sein Songwriting ist spitze! Ich hab jedenfalls noch nie einen so witzigen Song über Facebook gehört... Bleibt noch JP. Den fand ich ja wirklich unglaublich gut! Sowohl seine Songs und Texte als auch seine ganze Art ist unheimlich sympathisch.

Na, und Bruce? Der hat nicht zu viel versprochen, es war tatsächlich eine großartige Show! In der zweiten Runde schien es, als wolle er "One thing" anstimmen, hat es sich aber doch anders überlegt und stattdessen einen bisher unveröffentlichten Song gespielt. Sehr cooler Stil, sollte er mal aufnehmen. In der nächsten Runde hat er dann erzählt, wie oft er früher on Tour war und wie die Kinder offensichtlich schon etwas darunter gelitten haben. Als Dylan klein war, muss er wohl immer wenn er ein Flugzeug sah gesagt haben: "Daddy! Toronto!" Und Jody hat ihm vor ein paar Jahren einen Song zum Vatertag geschenkt und genau den hat sie am Freitag auch gesungen. Ich wünschte, ich könnte mich besser an den Text erinnern, aber er hat mich auf jeden Fall zum Weinen gebracht. Das ging ans Herz, du meine Güte! Ab diesem Song war ich dann irgendwie näher am Wasser gebaut. JP hatte auch noch so einen emotionalen Titel im Gepäck und dann hat Bruce auch noch "Falling" gesungen. Puh! Wahrscheinlich war es doch besser, unbemerkt hinter ihm zu sitzen, haha.

Zum Schluss gab es noch den namenlosen "I like what I do / bruceguthro.com" Song (Fans wissen, was ich meine) und dann noch mit allen zusammen "Let the circle be unbroken". Fantastisch, einfach fantastisch! Bruce hatte vor dem Circle getwittert "I absolutely love doing these shows." Ich verstehe jetzt warum... Aber ich habe ein Problem: Ich werde ab jetzt jedes Mal, wenn ein Circle ist, zu Tode betrübt sein, weil ich nicht dort sein kann. Am 26. September bin ich also voraussichtlich schlecht gelaunt! Aber eins weiß ich auch ganz sicher: Das war nicht mein letzter Songwriter's Circle!!!

30.6.14 05:47
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(1.7.14 20:14)
Schööööööööön :D
Aber die ganze Zeit HINTER ihm, au weia, das ist hart :-o
JP Cormier mag ich auch sehr, so herrlich unaufgeregt, super angenehme Stimme und Gesangsstil


Shorty (1.7.14 20:15)
Hoppla ... das war ich eben

LG Shorty ;-)


Dirk (16.7.14 15:13)
Das hört sich ja echt spitze an. Das ist in den nächsten Jahren mein Ziel,einmal nach Nova Scotia zu Bruce und zum Circle.

Cu in Bad Wimpfen

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