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ROCK MEETS CLASSIC | 30.03.2014 | LEIPZIG

Nach unserer Rock meets Classic Premiere vor zwei Jahren in Würzburg und der 2013er Tour in Nürnberg haben wir uns in diesem Jahr für einen Besuch in Leipzig entschieden. Hatte mich im Vorfeld durchaus auf das Konzert gefreut, allerdings war ich an besagtem Sonntag alles andere als in Stimmung... Bin ja am gleichen Tag erst aus England zurück gekommen und am Flughafen hat mich der Runrig After-Tour-Blues volle Breitseite erwischt, da hab ich mich wirklich elend gefühlt! Hätte beim Warten auf meinen Koffer fast losgeheult und mich am liebsten in die nächste Maschine zurück gesetzt, aber das ging ja leider nicht. Stattdessen setzte ich mich in den Zug nach Leipzig, wo ich kurz vor 17 Uhr ankam und auf meine drei Mitstreiter wartete.

Das war dann die notwendige Ablenkung und ich konnte mich besser auf das konzentrieren, was vor uns lag. Und das sollte ein verdammt cooler Abend werden! Klamotten und Utensilien musste ich mit in die Halle nehmen, weil es sonst keine Möglichkeit zum Umziehen gab. Aber nach der verflucht kurzen Nacht (uns wurde ja zu allem Überfluss auch noch eine Stunde geklaut!) und der anstrengenden Reise war das bitter nötig! Und schließlich hatten wir Plätze in der ersten Reihe, da will man ja dann nicht aussehen wie nach einer durchzechten Nacht. ;-)

Eröffnet wurde der Abend vom Bohemian Symphony Orchestra Prague und der Mat Sinner Band mit einem bombastischen "The Show must go on" und dann kam auch schon der erste Stargast: Midge Ure! Es gab eine Mischung aus Ultravox und Solosongs zu hören. Ich muss sagen, "Vienna" hat mir Schauer rauf und runter gejagt, aber das ist natürlich prädestiniert für die klassische Orchesterbegleitung. Verabschiedet hat sich Midge (übrigens ein Schotte!) mit "Dancing with tears in my eyes" und das war dann ja der Punkt, an dem ich nicht mehr sitzen bleiben konnte. Der Großteil vom Leipziger Publikum hat sich aber nicht beirren lassen und blieb weiter stoisch sitzen. Schade!

Als nächstes war dann Joe Lynn Turner an der Reihe und bei ihm weiß ich nicht so wirklich, was ich schreiben soll. Seine Erscheinung hat mich irgendwie total aus dem Konzept gebracht und irritiert und ich musste die ganze Zeit überlegen, was da nicht stimmt. Der sah aus wie eine Kreuzung aus einer Jogi Löw und Hugh Grant Karikatur, total künstlich und definitiv nicht wie 62. Aber die Stimme war top, da kann man nun wieder nix sagen. Am coolsten war natürlich "Since you've been gone" und da war dann endlich auch richtig Stimmung in der Hütte! :-)

Diese inzwischen gute Stimmung konnte Special Guest Kim Wilde zum Glück aufrecht erhalten. Die ist ja nun auch nicht mehr die Jüngste, fegte aber über die Bühne wie ein Teenager und hatte auch sichtlich Spaß dabei. Nach dem energiegeladenen "You came" gab es eine sehr eindrucksvolle Version von "Cambodia" auf die Ohren - das hat sich mit Orchester wirklich super angehört! Und dann wurde mit "You keep me hangin' on" und natürlich dem Partyhit "Kids in America" noch mal richtig aufgedreht, bevor es in die Pause ging. Und schon zu diesem Zeitpunkt hat sich der Ticketkauf meines Erachtens mehr als gelohnt.

Der zweite Teil startete mit einem Pink Floyd Klassiker: Das Orchester und die Mat Sinner Band performten "Another brick in the Wall" und kein Geringerer als Gitarrenass Oliver Hartmann durfte die Leadvocals übernehmen. Und was soll ich sagen - hat er gut gemacht! :-) Als Nächstes kam für mich der Überraschungs-Act des Abends: Mick Box & Bernie Shaw von Uriah Heep. Klar kennt man die durch "Lady in black" (ich kann nach wie vor sämtliche Strophen in und auswendig, weil wir das damals in der Schule lernen mussten), aber ich hatte keine Ahnung wie die abgehen! Die haben die Halle im Sturm erobert und eine unfassbar energiegeladene Performance hingelegt! Der Auftakt "Easy livin'" ist live ein absoluter Killersong, ich war echt ziemlich geplättet und schwer begeistert! "Free me" war dann zum kurz mal Luft holen, aber die hat man auch zum lauthals mitsingen gebraucht. "July Morning" war dann einfach episch - das hat extrem gerockt! Unter begeistertem Jubel und dem "Aaaaaa-Aaa-Aaah" vom letzten Song "Lady in black" noch im Ohr verabschiedeten sich die beiden Herren und ich muss sagen: Geil war's!

Kurze Verschnaufpause mit Orchester und Beethovens 5. und dann war es Zeit für den Headliner der diesjährigen Tour: Mr. Alice Cooper himself! Und der legte eine bis auf's Detail durchgestylte Performance mit gruseligen Gesten, viel Feuer und auch ein bisschen Blut hin. Wie ich hörte ist die gelenkige Tänzerin, die bei "Welcome to my Nightmare" die Untote spielt, seine Tochter. Der Hang zu Schocken liegt also scheinbar in der Familie, haha. Ziemlich am Anfang (entweder bei "House of Fire" oder "No more Mr. Nice Guy" ) hat ein weiblicher Fan den Versuch gestartet, auf die Bühne zu stürmen, wurde dann aber gleich von der Security geschnappt. Die hat die wilder werdende Menge zunächst auch zurück gedrängt, aber irgendwann hatte sie keine Chance mehr und bei "Poison" haben alle ausgelassen am Bühnenrand abgerockt. Geile Party! Das wurde eigentlich nur noch vom großen Finale "School's Out" übertroffen, das mit allen Künstlern zusammen performt wurde. Man wusste überhaupt nicht, wohin man auf der Bühne gucken sollte, weil alle so tierisch abgefeiert haben - das war echt der Hammer und hat das Finale vom letzten Jahr weit in den Schatten gestellt! Ich weiß auch gar nicht, wie Mat & Co. das nächstes Jahr noch toppen wollen, aber auf einen Versuch kommt's an und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir wieder dabei sein werden! :-)
7.4.14 23:37
 


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