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BRUCE GUTHRO | 13.-15.12.2013 | DÄNEMARK

Ach Mann, bin ich wirklich schon wieder auf dem Weg zurück nach Deutschland? Die Zeit in Dänemark verging echt wie im Flug, aber das ist eben leider so bei schönen Erlebnissen... Nachdem ich am Sonntag vor meinem letzten Konzert so extrem geknickt war, kann ich heute zum Glück sagen, dass es mir gut geht. Hatte ja die Befürchtung, es würde danach noch schlimmer werden, aber das Konzert in Aarhus war ein genialer Abschluss und ich bin einfach froh dabei gewesen zu sein!

Was mir bis vor kurzem gar nicht so bewusst war: So, wie mein Konzertjahr am 15. Februar angefangen hat, hörte es am 15. Dezember auf… Mit Mr. Guthro in Dänemark! Und naja, ihr könnt euch sicher denken, dass es aus meiner Sicht gar nicht besser hätte sein können… Es geht einfach nichts über Bruce live! :-)

Und wie waren nun die Celtic X-Mas Konzerte? Auf jeden Fall absolut wunderbar! Genau wie auf dem Weihnachtsalbum haben Bruce und die Band es geschafft, einen perfekten Stimmungsbogen zu spannen, der von fröhlichen Songs bis zu besinnlichen Stücken alles enthielt, was Weihnachten wirklich ausmacht. Und das ist eben nicht das hektische Treiben in den Einkaufsstraßen, das mich am Sonntag so genervt und deprimiert hat… Nein, man konnte für zwei Stunden mal abschalten und einfach nur genießen!

Schon der Beginn der Konzerte war zauberhaft, denn beim Intro fing es auf der Bühne an zu schneien und das sah wunderschön aus! Beim ersten Konzert in Vejle wurde diese schöne Stimmung leider von einem Typen gestört, der den Gang heruntergetorkelt kam und halb über meine Tasche gefallen ist. Dann taumelte er am Bühnenrand herum und konnte nur mit Mühe von seiner Frau(?) wieder zum Gehen bewegt werden. Es ist ungeklärt, ob er einfach sturzbesoffen war oder doch anderweitig beeinträchtigt… Davon abgesehen gab es aber zum Glück keine unangenehmen Zwischenfälle und es war immer erstmal Party angesagt. In Vejle war die Stimmung von Anfang an hervorragend und die Leute sind richtig gut mitgegangen. In Holstebro am Samstag war das Publikum besonders in der ersten Hälfte wesentlich reservierter und wir gaben uns in der ersten Reihe alle Mühe, um die Leute zum Klatschen zu animieren. ;-) Bei den Reels kann man eigentlich überhaupt nicht NICHT mitmachen, aber wie gesagt – in Vejle und Aarhus hat das problemlos geklappt. Es gab aber auch ruhige Momente, das waren die Gänsehautverursacher wie „Angels we have heard on high“, „Boy from the Woods“ oder „Christian Soldier“. Da weiß ich dann, warum ich diese Stimme so sehr liebe! <3

Mindestens genauso sehr liebe ich Bruce aber auch für seine unvergleichlichen Entertainer-Qualitäten auf der Bühne. Es ist einfach herrlich, wenn er die Geschichte über Uncle Ivey und seinen pessimistischen Bruder Hamish erzählt. Oder warum in Cape Breton nicht ein Stern sondern ein Engel auf der Weihnachtsbaumspitze sitzt. *lach* Das ist auch beim dritten Mal einfach noch saukomisch und wird nicht langweilig! :-) In Holstebro war er allerdings etwas weniger gut drauf und hat auch nicht die „Drunken Men“ Einlage zum Besten gegeben. Das lag aber nach einhelliger Meinung daran, dass Big T. nicht da war und Bruce dementsprechend seine Gitarren nicht in der gewohnten Weise überreicht bekam. Der Ersatzmann hatte den Dreh nicht so richtig raus und Bruce machte einen leicht genervten Eindruck. Am nächsten Tag in Aarhus war er dann richtig happy, als Thomas zum ersten Mal mit der neuen Gitarre auf die Bühne kam und wollte ihn gar nicht mehr gehen lassen… *lol*

An der Stelle muss ich auf jeden Fall auch mal die Band erwähnen. Bruce sagt nicht umsonst, dass er sich glücklich schätzen kann, mit so hochkarätigen Musikern auf der Bühne stehen zu dürfen. Das sind alles Ausnahmetalente, die jeder für sich genommen schon wahnsinnig toll sind. Bassmann Allan, die umwerfende Roísín Ryan, Tastenkünstler Peter, der auch noch eine hammergeile Stimme hat, Matt Bashford, Strahlemann Kristian an den Drums und nicht zu vergessen natürlich auch der „kleine“ Guthro! ;-) Ich hatte ja zum ersten Mal das Vergnügen, Bruce und seinen Sohn zusammen in Aktion zu sehen. Und Dylan macht seine Sache echt prima. Für mich hat er zwar nicht dieses einnehmende Wesen und die starke Ausstrahlung seines Vaters, aber ein großartiger Musiker ist er allemal. Den ersten Song nach dem Break hat er alleine zum Besten gegeben (Erklärung: die anderen trinken und spielen hinten Poker und er wollte uns nicht so lange warten lassen, hihi). Und ich hab mich auch sehr über das Autogramm gefreut, das ich nach der Show in Holstebro bekommen habe, als Dylan am Merchandising Stand war. Da war er leider der Einzige, der Herr Papa ließ sich kein einziges Mal blicken… *seufz*

Eine Art Running Gag ist inzwischen ein dänischer Fan, der sich bei jedem Konzert von Bruce sein Basecap signieren lässt und den ich auch im Februar schon gesehen habe. Der kommt dann einfach vor zur Bühne, lässt Bruce unterschreiben, bedankt sich und geht zurück an seinen Platz. Vejle war seine 23. Unterschrift, in Aarhus bekam er die Nummer 24. *lach* Und was mich ja auch ein wenig stutzig gemacht hat: Beim Warten auf das Konzert in Aarhus saß im Foyer ein älteres Pärchen neben mir. Die fragten mich doch tatsächlich, ob ich nicht auch in Strib gewesen sei. Wie merken sich die Leute sowas bloß? Bin ich so auffällig (ich hoffe nicht!) oder hab ich einfach ein mieses Gedächtnis (was wahrscheinlicher ist)? Irgendwie in beiden Fällen nicht gut, haha…

Richtig beeindruckt hat mich beim ersten Konzert in Vejle übrigens „Little Drummer Boy“. Das ist auf dem Album gar nicht mal mein Lieblingstitel, aber live entfaltet es eine ganz andere Wirkung. Total kraftvoll, da legt Bruce echt alles an Gefühl rein. Leider hat es „O Holy Night“ nicht ins Programm geschafft, das hätte ich wahnsinnig gerne gehört… Aber da hat Bruce ja schon mal gesagt, dass das extrem anspruchsvoll ist und wollte vielleicht auf Nummer sicher gehen.

Hier bei der Gelegenheit mal die ganze Setlist:

01 God Rest Ye Merry Gentlemen
02 Walk This Road
03 Reels
04 Angels We Have Heard On High
05 Ivey's Wall
06 Jerusalem
07 Boy From The Woods
08 Stan's Tune
09 O Come All Ye Faithful
10 Christian Soldier
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11 When You Come Home
12 Bound For Bethlehem
13 Good Love
14 Haul Away Joe
15 A Good Cape Breton Tune
16 Raglan Road
17 Little Drummer Boy
18 Sailing Home
19 The Wild Rover
20 Reels
21 The Old Backyard
22 Flew MacCarthy Home
============================
23 Arthur McBride
24 Go Tell It On The Mountain

Mein absolutes Highlight war ja ehrlich gesagt gar kein Song, sondern der neue Elvis-Hüftschwung bei „The Old Backyard“. ;-) So hab ich Bruce echt überhaupt noch nicht erlebt und hätte mich jedes Mal weghauen können. Zumal er es auch selber offensichtlich lustig fand und nur gegrinst hat. So cool! Schlimm ist nur, dass einem jedes Konzert kürzer vorkam als das vorhergehende. Wahrscheinlich weil man genau wusste – oh, schon „Flew MacCarthy Home“? Dann kommen ja nur noch die Zugaben, so ein Mist! Aber „Arthur McBride“ (Bruce nur begleitet von Matt) und das fröhliche „Go tell it on the Mountain“, bei dem fast jeder ein Solo hatte und wo auch wir im Publikum noch mal gefordert waren, bildeten jeweils einen schönen Abschluss. Man bekam das zwar dann nicht mehr aus dem Kopf, aber was soll’s… gibt Schlimmeres! ;-)

Und es sind ja nicht nur die Konzerte an sich, sondern auch das ganze Drumherum. Es findet sich immer jemand, mit dem man was essen oder trinken gehen kann und es macht einfach Spaß! Und soll ich euch was sagen? Ich freu mich jetzt schon wie wild auf die Weihnachtskonzerte 2014 in Dänemark! Karten für Aarhus und Kopenhagen(!) hatte ich mir ja schon vor einer Weile gesichert und angeblich kommen sie auch wieder nach Vejle. :-)
17.12.13 12:39
 


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