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ALBERT HAMMOND | 30.11.2013 | ERFURT

Mehr als 360 Millionen verkaufte Tonträger.
30 Top 40 Hits.
Songschreiber für unzählige Weltstars.

Das sind die beeindruckenden aber nüchternen Fakten zu einem der erfolgreichsten Musiker der letzten Jahrzehnte. Wie stellt man sich so jemanden vor? Mit einer Menge Allüren natürlich. Und absolut unnahbar. Ein Künstler von diesem Format würde nie in der Provinz rumgurken, um in kleinen Sälen vor 300 bis 500 Leuten spielen. Hätte er ja gar nicht nötig! Aber Albert Hammond tut es trotzdem. Und er hat ganz offensichtlich Spaß daran. Das hat er uns gestern im Stadtgarten Erfurt eindrucksvoll bewiesen und widerlegt damit sämtliche Klischees des abgehobenen Stars. Es ist im Gegenteil sowas von sympathisch und bodenständig - wirklich sehr erfrischend!

Da wir vor dem Konzert noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt drehten (oder uns viel mehr über den überfüllten Domplatz schieben ließen), waren wir erst kurz vor'm Einlass vor Ort. Dort hatten sich schon sehr viele Fans eingefunden und da der Saal bestuhlt war, es aber keine Platzkarten gab, fanden wir uns in der hinteren Hälfte der Reihen wieder. Fand ich jetzt aber nicht ganz so schlimm, man hat trotzdem gut gesehen. Meine Mom verführte mich noch zu einem Cuba Libre und wir warteten entspannt auf den Beginn um 20.30 Uhr. Mit wenigen Minuten Verspätung kam Mr. Hammond mit seiner vierköpfigen Band auf die Bühne und zündete ein Hitfeuerwerk, das keine Wünsche offen ließ!

Wenn man sich anschaut, für wie viele Künstler er Songs geschrieben hat, liest sich das ja so'n bisschen wie das Who is Who der Musikszene: Chicago, Roy Orbison, Tina Turner, Johnny Cash, Starship, Whitney Houston, Art Garfunkel, The Hollies ... um nur einige zu nennen. Und wenn man sich dann mal überlegt, wie viele dieser Songs auch heute noch im Radio laufen, kann man sich ungefähr vorstellen, dass Mr. Hammond nicht unbedingt am Hungertuch nagen muss. Ich find's erstaunlich: Mehr als 30 Jahre lang hat er keine Tour gemacht und nur für andere produziert. Erst vor ein paar Jahren hat es ihn wieder gepackt und nun, mit 69 Jahren, erfreut er seine Fans in fast intimer Atmosphäre wieder an seinen Hits! Gut so! Denn es war wirklich ein wunderbarer Abend!

Albert hat nicht nur viele tolle Songs gespielt, sondern auch ganz oft die Geschichten dazu erzählt. Mit wem bzw. für wen er sie geschrieben hat, wie es dazu kam und wie der Titel zeitlich einzuordnen ist. Ein bisschen Musikunterricht beim Konzert, wirklich sehr interessant! Aber jetzt will ich euch auch mal die Setlist präsentieren:

01 Everything I Want To Do
02 Down By The River
03 I Don't Wanna Live Without You
04 Rebecca
05 Careless Heart
06 Little Arrows
07 Freedom Come Freedom Go
08 Good Morning Freedom
09 Gimme Dat Ding
10 Don't Turn Around
11 Give A Little Love
12 Praise The Lord And Pass The Soup
13 New York City Here I Come
14 Smokey Factory Blues
15 I Don't Wanna Die In An Air Desaster
16 The Peacemaker
17 Anyone Here In The Audience
18 Dream
19 99 Miles From L.A.
20 To All The Girls I've Loved Before
21 I Don't Wanna Loose You
22 When You Tell Me That You Love Me
23 One Moment In Time
24 Nothing's Gonna Stop Us Now
25 When I Need You
26 I'm A Train
==============================
27 The Air That I Breathe
28 The Free Electric Band
29 It Never Rains In Southern California

Das nenn ich mal respektables Programm, oder? Die Songs 6 bis 12 waren als Akustik-Set ohne Schlagzeug angelegt, was aber wunderbar gepasst hat. Bei "When you tell me.. " kam er dann einfach mal von der Bühne und hat im Publikum weiter gesungen, während er die komplette erste Reihe mit Handschlag gegrüßt hat und sich dann auch im Mittelgang nach hinten vorarbeitete. Ein Star zum Anfassen - einfach klasse! Danach jagte ein Höhepunkt den nächsten und das Publikum feierte enthusiastisch mit. Viele verließen ihre Plätze, um sich nach vorn zu stellen, aber dort wurde es auch schnell voll und wir blieben, wo wir waren. "The Free Electric Band" ist mein Highlight gewesen (einfach geil!) und mit seinem größten eigenen Hit verabschiedete sich Albert nach 135 Minuten(!) von der jubelnden Menge. An der Länge des Konzerts können sich andere halb so alte Bands wieder mal die vielzitierte Scheibe abschneiden...

Zumal er sich auch nur eine kurze Pause gönnte und dann gleich zur Autogrammstunde überging. Der halbe Saal stand an und es hat echt laaaange gedauert, bis wir an der Reihe waren. Aber es war auch kein Wunder, denn er nahm sich Zeit für persönliche Widmungen und Fotos. Beides konnte ich auch für mich verbuchen und kann also von einem erfolgreichen Abend sprechen. Die Vorfreude auf das Konzert wurde jedenfalls voll erfüllt!

Eingebrannt hat sich aber ein.. wie soll ich sagen.. etwas skurriler Song. Der war uns nicht geläufig, hat uns aber nach dem Konzert umso länger beschäftigt. ;-) Das gute Stück mit Ohrwurm-Potential stammt natürlich ebenfalls aus Mr. Hammonds Feder und hat einer Band namens The Pipkins zu ihrem einzigen Hit verholfen. In diesem Sinne: Gimme Dat Ding!
1.12.13 23:13
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (2.12.13 00:09)
"That's right, that's right I'm sad and blue
'Cause I can't do the Boogaloo..."
Oh Mann, das ist ein echt gefährliches Lied, auch nach mehr als 40 Jahren. *lach* Aber mal davon abgesehen, dieses Konzert hat sich mehr als gelohnt. Albert Hammond ist Natürlichkeit pur und wie er diese großen Songs darbietet, das ist einfach toll. War wirklich ein sehr schöner Abend.


(3.12.13 16:18)


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