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RUNRIG | 26.07.2013 | ST. GOARSHAUSEN

Nach Konzerten wie dem auf der Loreley wünschte ich mir, man könnte das Gesehene und Gehörte im Kopf speichern und immer wieder abspielen. Warum hat das bloß noch niemand erfunden? *seufz* Es war eine magische Nacht auf der Freilichtbühne in St. Goarshausen, eine Nacht für mein eigenes "Book of golden Stories". Ich kann leider nicht so viele Erinnerungen mit der Band teilen wie andere Fans, aber ich glaube, das Konzert auf der Loreley bleibt für alte und neue Riggies unvergesslich! Es war einfach phänomenal und zumindest für mich absolut perfekt!

Für mich war ja schon die Vorbereitung auf das Konzert ganz speziell. Ich war sonst nie der Typ, der sich viel aus Plakataktionen oder Ähnlichem gemacht hat, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir in Deutschland etwas machen sollten, was der Band unsere Dankbarkeit zeigt. Und aus diesem Grund habe ich 50 Plakate drucken lassen und 200 weiße und blaue Luftballons bestellt, die ich am Einlass verteilt habe. Der Zuspruch im Voraus war super und ich habe mich wahnsinnig gefreut, vor Ort mit so vielen Leuten ins Gespräch zu kommen. Runrig Fans sind irgendwie wirklich etwas ganz Besonderes und ich möchte die neuen Freundschaften, die ich in so kurzer Zeit schließen konnte, nicht mehr missen! Vielen, vielen Dank dafür!!!

Die Reise ging auch dieses Mal am Donnerstag los, nach der Arbeit machten wir uns auf den Weg nach Rüdesheim, damit das letzte Stück bis zur Loreley am Freitag nicht mehr so weit ist und wir gut ausgeruht dort ankommen. Wir sind am Konzerttag mittags aufgebrochen und fuhren erstmal durch einen heftigen Regenschauer. Bei den Wettervorhersagen war ja von 5% Regenwahrscheinlichkeit bis starken Gewittern alles vertreten und wir konnten für den Abend nur das Beste hoffen... An der Fähre in St. Goarshausen holten wir dann noch die Dritte in unserem Bunde ab, deckten uns mit Getränken und was zum Beißen ein und dann ging's ab auf die Loreley, wo wir um 13 Uhr ankamen. Dort war es noch sehr übersichtlich und wir schlugen unser "Lager" direkt vor einer der Schleusen auf.

Es war ziemlich schwül, aber ich bin trotzdem auch mal rauf auf den Felsen, wenn ich denn schon einmal da war. Ist echt ein schönes Fleckchen Erde, das muss man schon sagen... Nach und nach füllte sich auch die Wiese am Einlass und es war wie gesagt ein sehr entspanntes und kurzweiliges Warten. Nur am Ende wurde es ein wenig anstrengend, weil die Sonne wieder volle Kraft strahlte und wir froh waren, als die Schleusen geöffnet wurden und wir rein durften. Ich konnte uns ungefährdet Plätze in der ersten Reihe sichern (Sitzkissen? - Nein, danke!) und es wurde auch nicht so unerträglich eng wie in Edinburgh sondern man hatte ausreichend Bewegungsfreiheit. Sehr, sehr schön! :-)

Die Bühne war zwar sehr weit weg, aber mit Stufen versehen, so dass wir auf Ausflüge von Bruce an die Absperrung hoffen durften. Erstmal war es aber Zeit für Sharon Corr, die während der drei Deutschlandkonzerte den Support für Runrig stellte. Einigen dürfte sie als eine der Corr-Geschwister ein Begriff sein, die mit der gleichnamigen Band Ende der 90er unter anderem mit "Radio" und "Breathless" in den Charts auftauchte. Jetzt ist sie solo mit eigener Band unterwegs und einer angenehmen Mischung aus instrumentalen Stücken, bei denen sie Fiddle spielt und Songs mit ihr an den Vocals. Alles ganz nett anzuhören, aber im direkten Vergleich hat mir Julie Fowlis in Dänemark besser gefallen.

Es muss so gegen 20:30 Uhr gewesen sein (meine Armbanduhr hatte Auflösungserscheinungen von Hitze und Schweiß und war deshalb nicht im Einsatz), als es Zeit für Runrig war. Und wir empfingen Brian, Malcolm, Iain, Bruce, Calum und Rory wie geplant mit unseren hochgehaltenen Plakaten und ernteten erfreute Blicke! :-) Außerdem waren die Plakate ein beliebtes Motiv der Presseleute, zum Beispiel hier oder hier. Das konnte also schon mal als Erfolg verbucht werden und ich war happy! Beim zweiten Song gerieten zwei oder drei Luftballons in mein Gesichtsfeld, dabei war die Aktion eigentlich erst für die Zugaben geplant. Als ich mich dann vollends umdrehte, war bereits alles voller Ballons und ich kurz am Verzweifeln. *lach* Aber es sah nichtsdestotrotz schön aus, wie die Ballons durch das Zuschauerrund tanzten, weil's da vor allem noch ausreichend hell war. Zu sehen hier. :-)

Passend zu "Road Trip" startete Bruce zum ersten von mehreren Ausflügen Richtung Publikum, was ziemlich euphorisch beklatscht und bejubelt wurde. Er wurde allerdings gleich umzingelt von den Fotografen, das sah ein bisschen aus, als wäre er die Attraktion im Zoo, hihi. Aber die Presse musste ja danach zum Glück das Feld räumen und wir hatten ungestörte Sicht auf die Bühne. Und ach, was war das für eine geile Party! Bruce hopste und tanzte permanent umher und auch Rory war erstaunlich gut drauf. Mit "Maymorning" war mein erstes Highlight erreicht, wobei ich eigentlich die ganze Zeit über am Grinsen war. Und wenn man sich umdrehte, sah man, dass das ganze Publikum restlos begeistert war. Was für eine unglaublich tolle Atmosphäre, ach, kann es nicht noch mal Freitag sein?! *seufz*

Den ersten Gänsehaut Moment gab es dann bei "Book of golden Stories". Es war zwar genau wie in Edinburgh und doch 1000 Mal besser.. ich kann's nicht mal genau begründen, aber irgendwie sprang in Schottland der Funke nicht so über wie auf der Loreley. Man konnte Bruce außerdem bei der extra "Strophe" besser verstehen und was er sang, trieb mir Tränen in die Augen, obwohl es eigentlich nicht mich betraf, weil ich ja wie eingangs erwähnt diese Erinnerungen nicht teile... Aber ich kann inzwischen sehr gut nachvollziehen, wie er, die Band und die Fans empfinden müssen.. Oh, was würde ich geben, wenn ich einige der Jahre noch mal mit Runrig durchleben könnte...

Es blieb auch danach sehr emotional, denn Bruce verzauberte uns mit "Every River" und ließ uns sogar gleich den ersten Refrain singen. Was für ein Chor! Dann kam er wieder zu uns runter und ich kann es nicht unerwähnt lassen - er sah auch verdammt gut aus! ;-)

Nach Edinburgh hatte ich mich doch beschwert, dass alles so glatt und perfekt läuft, wisst ihr noch? Nun, sogar diese Beschwerde wurde scheinbar erhört, denn es gab gleich zwei Patzer! *lach* Den ersten bei "Rocket to the Moon" (da waren sich Rory und Bruce irgendwie uneinig über die Abfolge) und dann auch noch mal bei "Protect and survive". Ich glaube, beide Male war Bruce der Schuldige, aber alle haben's mit einem Lacher genommen und genau das ist es, was mir gefällt! :-) Es gab auch einige Riesenballons, die sich mit den kleinen Ballons vor der Bühne sammelten. Bruce ließ es sich nicht nehmen und stellte seine Fußballerqualitäten unter Beweis, indem er einen der großen Bälle zurück ins Publikum kickte. Und er schickte einen Geburtstagsgruß an Mick Jagger, der am Freitag seinen 70. feierte. ;-)

Ehe wir uns versahen, war das reguläre Set gespielt und wir forderten lautstark nach Zugaben, die wir selbstverständlich auch bekamen. Ich beging den großen Fehler, die restlichen Luftballons während der Pause zu verteilen, denn das eifrige Publikum begann sogleich geräuschvoll zu blasen. Das war beim andächtigen "Hearts of olden Glory" nicht so günstig und ich wäre am liebsten im Boden versunken.. Sorry an alle, die sich gestört fühlten. War so nicht geplant! :-/ Aber es war ohnehin anders als sonst, denn später beim Mitsingteil hat jemand aus dem Publikum quasi die Stimme von Bruce übernommen, was irgendwie auch sehr lustig war. ;-)

Dann großes Finale mit "Protect and survive", "Clash of the Ash" (Jump! Jump! Jump!) und "Loch Lomond". Ich war übrigens klatschnass geschwitzt vom Springen und Party machen, es war sowas von heiß! Aber was muss, das muss, gell? ;-) Bruce kam bei "Loch Lomond" erneut von der Bühne und fing auf der linken Seite an, die Leute abzuklatschen. Bisschen behindert durch die Luftballons und weil er fast sein Mikro hätte fallen lassen, machte er natürlich genau vor mir kehrt, so dass ich ihn leider nicht mehr zu fassen bekam.. Hat ja in Sonderborg schon nicht geklappt, aber naja... Die Party war viel zu geil, als das ich sie mir dadurch hätte verderben lassen!

Man merkte der Band einfach sehr an, wie sie die Reaktion der Fans genoss. Mangels eigener Deutschkenntnisse nötigte Bruce den armen Iain noch, einige Worte an uns zu richten. Der war völlig überrumpelt und wusste eigentlich gar nicht, was er sagen soll. Aber die Dankbarkeit kam trotzdem durch, es war echt süß! Und wir bekamen als krönenden Abschluss sogar "And we'll sing". Das wurde weder in Edinburgh noch bei den beiden anderen Deutschland Gigs gespielt. Wir hatten also echt Glück! :-)

Ich war danach jedenfalls völlig euphorisiert und vom Adrenalin wie aufgezogen, das hatte ich in der Intensität lange nicht. Den ganzen Samstag über schwebte ich noch in anderen Sphären und ehrlich gesagt konnte auch der gestrige Hooters Gig nur kurzfristig für Ablenkung sorgen... Dazu bin ich einfach gerade zu sehr im Runrig Modus und begeistert von dem genialen Konzert. Gut, dass ich die Big Party noch vor mir habe, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass die nur annähernd so gut wird wie die auf der Loreley..
28.7.13 23:12
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (29.7.13 12:34)
Ja das war wirklich ein besonderer Abend, den Du hier nochmal in Worte gefasst hast. Sehr schön und sehr treffend beschrieben, aber das hätte man von Dir auch nicht anders erwartet. Da hat man gleich die entsprechenden Bilder wieder vor Augen und auch die Gänsehaut ist wieder da. Oder der Kloß im Hals.
Danke für den Bericht und danke dass Du mit dem Schreiben nicht so nachlässig bist wie ich.

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