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RUNRIG | 20.07.2013 | EDINBURGH / SCHOTTLAND

Für mich war mein erstes Runrig Konzert in Schottland eine riesen Sache. Ich malte mir den Abend auf dem Castle in den schillerndsten Farben aus und schraubte meine Erwartungen im Voraus in astronomische Höhen. Wie sich zeigte, waren sie wohl etwas zu hoch... Nicht falsch verstehen, das Konzert war spitze und ich bin bei Runrig noch nie so wild gesprungen, aber es war letztendlich nicht herausragend und schon gar nicht speziell. Aber das war es, was ich von der "Celebration in the City", wie die Veranstaltung hieß, erwartet hatte... Deshalb bleibt neben dem schönen Konzerterlebnis leider trotzdem ein fader Beigeschmack. Aber ich berichte lieber mal von Anfang an, ok?

Mir war - wenn ich denn schon mal dort bin - sehr an einem guten Platz gelegen, vorzugsweise in der ersten Reihe. *lach* Deshalb waren wir mittags kurz vor 12 am Castle und haben erstmal außer der Touristenscharen keine weiteren Fans entdecken können. Das Schloss wa ja noch zugänglich und einer der Ordner empfahl uns, doch einfach so lange auf der Esplanade zu bleiben, bis dicht gemacht wird, um uns dann einfach vorn an den Einlass zu stellen. Er wusste (im Gegensatz zu uns) nicht mal, dass in der Straße unterhalb vom Castle die Fans zwischengeparkt wurden, damit sie den Touristenstrom nicht stören. Nachdem wir uns dies von einem anderen Security-Menschen weiter unten bestätigen ließen, gingen wir auf Nummer sicher und reihten uns in die reguläre Warteschlange ein.

Dort waren vielleicht 20 bis 25 Fans vor uns und wir ließen uns an der Mauer nieder und von der Sonne brutzeln. Es war nämlich wieder ein äußerst heißer Tag im angeblich so verregneten Schottland. Pah, von wegen! ;-) Die ersten Stunden des Wartens waren recht kurzweilig, da wir von lauter netten Riggies umringt waren und ich die Zeit außerdem nutzte, um Postkarten an meine Lieben daheim zu schreiben. Uns wurde gesagt, dass wir ab 17 Uhr zum richtigen Einlass gebracht werden würden, weil dann der Zugang zum Castle nicht mehr möglich ist. Wir stellten uns also auf und hofften, dass es schnell vorwärts gehen würde...

Leider gab es irgendeinen Zwischenfall in der Scotch Whisky Experience, wo vermutlich ein Feueralarm ausgelöst wurde. Ob sich unser Weiterkommen deshalb verzögerte, wissen wir allerdings nicht. Wir stellten lediglich fest, dass sich oben am Berg eine zweite Schlange bildete und das ging ja mal gar nicht! Die Securities schickten irgendwann scharenweise Fans nach unten an das richtige Ende der Schlange, aber einige blieben hartnäckig und als es dann wirklich losging, hatten wir nicht mehr 25 sondern mal mindestens 50 Leute vor uns, die wahrscheinlich nicht halb so lange gewartet haben wie wir! Da wär ich ja fast Amok gelaufen! Wenn sich dann jemand wundert, dass der Einlass im Chaos versinkt, weil sich die Fans, die sich ordentlich anstellen und einen geregelten Einlass erwarten, total verarscht fühlen... Sorry, aber da vergesse ich dann auch meine guten Manieren und fange an zu laufen! Ich stelle mich doch keine sieben Stunden in die brütende Sonne, um dann hinter so dreisten Fans zu stehen!

Letztendlich können die ja nicht mal was dafür, die Security war einfach beschissen. Warum stellt man keine Hinweisschilder oben an das Castle? Warum wird eine sich bildende Schlange nicht sofort aufgelöst? Wer Runrig Fan ist und wer nicht, erkennt ein Blinder mit Krückstock!!! Echt, darüber hätte ich mich maßlos ärgern können! Wir standen dann jedenfalls in einem Pulk an den Schleusen, Steh- und Sitzplatzkarteninhaber wild gemischt (auch das eigentlich ein Witz!) In der mittleren Schleuse wurden die Karten gleich abgerissen, bei uns natürlich nicht. An dem Punkt erreichte ich schon eine gewisse Gleichgültigkeit, weil ich eh keine Chance mehr auf die erste Reihe sah... Zu allem Überfluss wurden für den Innenraum auch noch Armbändchen verteilt. Gefühlte Stunden später konnten wir endlich rein und obwohl ich es tatsächlich noch in die erste Reihe geschafft habe - freuen konnte ich mich darüber in dem Moment überhaupt nicht. Ich war echt völlig am Ende mit den Nerven, was für ein Chaos!!!

Es gab Momente, an denen ich dachte "Warum?", aber die gab es bei anderen Konzerten auch schon und ich weiß, dass ich mir danach diese Frage nicht mehr stelle. Aber schön war es nicht, wie ich da so eingeklemmt in der ersten Reihe stand und mich weder drehen noch wenden konnte... Von rechts wurde nämlich noch ordentlich geschoben, aber mit der Zeit entspannte sich die Situation zum Glück ein wenig.

Um 19:30 Uhr betrat Duncan Chisholm die Bühne und hat mit seinen beiden Begleitmusikern ein schönes Set gespielt. Hätte ich mir durchaus auch länger als die gut 20 Minuten angehört... Im Glauben, Runrig fangen erst halb 9 an, wagte ich auch noch mal den Gang zur Toilette. Ich war keine Minute zurück an meinem Platz, erschien auch schon das Radio und das Intro setzte ein. Da war es gerade mal fünf nach 8, ich hätte also beinahe den Opener verpasst! :-/ Es ging wieder mit "Only the Brave" los und abgesehen davon, dass Bruce' Mikro während der ersten zwei Zeilen noch nix übertragen hat, lief danach alles wie am Schnürchen. Und das meine ich nicht durchweg positiv, es ist mir fast zu perfekt und glatt. Meist bleiben einem ja gerade solche Konzerte in Erinnerung, wo irgendwas Lustiges passiert oder wo es mal die eine oder andere Panne gibt. Ich kann mich aber an nichts dergleichen erinnern...

Aber das ist natürlich wieder Meckern auf hohem Niveau, es war schon ein sehr geiles Konzert und die Setlist aus Dänemark hat sich gut bewährt. Ich hatte auch zwei ganz nette Däninnen neben mir, mit denen ich so richtig schön rumspringen konnte! :-) "Maymorning" war auf jeden Fall gigantisch gut, genau wie die vielen anderen Songs zum Mithüpfen. Aber es durften natürlich auch die Balladen nicht fehlen und Bruce hat besonders bei "Every River" und "Hearts of olden Glory" wieder eine absolute Glanzleistung abgeliefert. Bei "Book of golden Stories" gab es im Endteil ein schönes Neuarrangement. Ich weiß allerdings nicht genau, ob das frei improvisiert war oder ob das so geprobt wurde. Und wenn ich mich nicht verhört habe, hat Bruce bei "Pride of the Summer" dieses Mal gesungen: "We'll see you for sure at the Party on the Moor!" Reimt sich zwar nicht 100%, aber stimmen tut's! *grins*

Wirklich cool war, als oben am Castle die Fackeln entzündet wurden. Dank des transparenten Bühnenhintergrundes haben auch wir in den vorderen Reihen das Schloss sehen können, das hatte schon was! Nur schade, dass es anfangs viel zu hell war (die Sonne schien direkt von hinten an die Bühne), weil man die Videosequenzen in der ersten Konzerthälfte so überhaupt nicht erkennen konnte.

Die Stimmung war zwar super, aber irgendwie hatte ich mir von den Schotten trotzdem mehr erwartet. Andererseits waren es wohl fast mehr Deutsche, diesen Eindruck bekam man jedenfalls, wenn man sich umhörte.. ;-) Naja, und auch die Band betrachtete es wohl mehr oder weniger als normalen Gig. Es gab keine Gäste und auch keine neuen Geschichten, eben das, was ich von einem Jubiläumskonzert halt doch irgendwo erwartet hätte. Nur die fast zweieinhalb Stunden Spielzeit waren beachtlich. So lange haben sie wohl in der Vergangenheit überhaupt noch nie gespielt... Und doch haben sie "And we'll sing" weglassen müssen, weil nur bis halb 11 gespielt werden durfte. Das war dann wiederum kein schöner Abschluss, ich hatte ganz fest damit gerechnet und war natürlich entsprechend enttäuscht.. ;-(

Was die Band betrifft, war augenscheinlich Malcolm besonders gut aufgelegt. Zwar habe ich ihn von meiner Position aus kaum gesehen (hatte eine der Kameras genau vor mir), aber wenn ich ihn im Blick hatte, war er ganz oft am Grinsen. Und das ist man ja vom Meister an den sechs Saiten eher nicht gewöhnt. Iain (der ist einfach sooo cool!!!) hat nach "Loch Lomond" und der Bandverabschiedung genau vor mir einen seiner Drumsticks geworfen. Seinem Blick nach zu urteilen war ich mir ziemlich sicher, dass er für mich bestimmt war, aber er flog leider zu weit nach links, als dass ich ihn hätte fangen können. Aber der Dänin habe ich ihn auch gegönnt und vielleicht krieg ich ja noch mal 'ne Chance.. ;-)

Nach dem Konzert traf sich die bewährte Riggie Runde wie schon am Freitag im "Albanach". Ein schöner Abschluss, auch wenn wir nicht so lange durchhielten wie am Vortag. Waren doch alle ziemlich geschafft, aber glücklich. Ja, auch ich. Zumindest überwiegend! ;-)
23.7.13 23:54
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Shorty (25.7.13 16:48)
Hallo Leni, ja, das gibt's: wenn man die Erwartungen zu hoch schraubt, sind die schwer zu erfüllen Mir ging es 2009 mit dem Konzert am Scone Palace so - aber das lag auch nicht an der Band, sondern am Drumherum (ein elendes Geschiebe von hinten während des Konzertes, so dass ich die letzte halbe Stunde so gut wie nichts mehr gesehen habe). Das mit der/den Warteschlangen am Castle war 2008 ähnlich, aber auch wir haben es sehr weit nach vorn geschafft. Das 2008-Konzert am Castle zählt übrigens zu meinen Top 5 Konzerten Die Sonne schien uns anfangs auch sehr stark ins Gesicht, das war nicht so toll, aber das ist leider so, wenn man zeitig anfangen muss und partout nicht überziehen darf. Schade, dass sie so durchs Set hetzen mussten, im Stamping Ground Forum wurde das auch schon angesprochen. Und fürs Moor schraubst du einfach deine Erwartungen etwas runter, dann wird das schon


Tom (28.7.13 22:59)
Hallo Leni!
Auch für mich war das Castle-Konzert "celebration in the City" das erste Runrig-Konzert in Schottland. Meine Erwartungshaltung war irgendwie schon eine besondere, nicht zuletzt weil es 40 Jahre zu feiern gibt und weil es so ein toller Rahmen war, der zu etwas besonderem eingeladen hätte. Gut, es waren einige Stücke dabei, die länger schön nicht mehr live gespielt wurden und auch die Stimmung war prächtig - nicht nur bei euch in den ersten Reihen :-)
aber irgendwie fehlte so das Überraschungsmoment! Nichtsdestotrotz hat es sich auf alle Fälle gelohnt - jederzeit wieder.
Lieben Gruß
Tom

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