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THE PAPERBOYS | 21.06.2013 | NAILA

Mein zehntes Konzert in diesem Jahr fällt definitiv in die Kategorie "speziell". Und warum das so ist, werd' ich euch jetzt mal erzählen..

Kurz nach 15 Uhr ließ ich die Arbeit Arbeit sein und saß wenig später im Zug nach Saalfeld. Von dort aus ging es weiter ins oberfränkische Naila, genauer gesagt in den Ortsteil Dreigrün. Ob man dieses beschauliche Fleckchen Erde lieber als "A.d.W." oder "J.w.d." betitelt, überlass ich jetzt einfach mal euch. ;-) Viel mehr als ein halbes Dutzend Häuser gab's jedenfalls nicht und das sogenannte "Forum" befand sich auf dem Grundstück Nr. 5 und war im Prinzip nix Anderes als eine alte Scheune. Im hübschen Garten waren Stehtische mit eleganten Tischdecken aufgebaut, es waren durch die Bank ältere Leute zugegen und das ganze Szenario erinnerte eher an eine Festgesellschaft. Uns schwante nichts Gutes...

Als wir dann um kurz vor halb 7 rein durften (ich hatte noch nie so betagte Kartenkontrolleure), bestätigte sich unsere böse Vorahnung: Die gesamte Scheune war bis in den letzten Winkel voller Bierzeltgarnituren vollgestellt und ich hatte ein heftiges Déjà Vu! Hatte gehofft, sowas gibt's nur in Dänemark, aber auch in der hiesigen Provinz scheint diese Art "Setup" beliebt zu sein. Ich hätte die Krise kriegen können! :-( Wir sicherten uns zwar noch Plätze direkt an der Bühne, aber wirklich glücklich hat mich das nicht gemacht. Das Publikum hätte altersmäßig besser in den Musikantenstadl gepasst und so urig-gemütlich sah es da drin eigentlich auch aus. Ich wusste nicht so richtig, ob ich nun lachen oder heulen sollte. Was würde bloß die Band von dieser Location halten? Am Vortag waren sie noch im Colos-Saal in Aschaffenburg - viel gravierender hätte der Gegensatz wohl nicht ausfallen können!

Aber manchmal trifft der Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt" (hab ich den nicht vor kurzem erst strapaziert?) eben doch zu. Unsere Erwartungen an den Abend waren auf ein Minimum reduziert und naja, jetzt kann ich ja die Katze aus dem Sack lassen: Es war total cool! Um ca. 19:45 Uhr bahnten sich die Paperboys den Weg zur Bühne (es gab ja keinen Backstage-Bereich) und bekamen gleich einen netten Begrüßungsapplaus. Und während des einstündigen ersten Sets tauten die Leute immer mehr auf und gingen richtig gut mit. Zwei Mädels, die schon ordentlich einen im Tee hatten, waren nicht ganz unschuldig daran, denn sie kannten überhaupt keine Scheu und zogen jeden auf die beiden Minitanzflächen neben der Bühne, der sich nicht mit Händen und Füßen wehrte. Auch wir fanden uns dort wieder - es war wirklich übelst lustig! Und ich glaube, auch die Band war dankbar über die besonders "Aktiven". ;-)

Aber wer sind denn nun eigentlich die Paperboys? Tja, das lässt sich ganz schwer beschreiben, denn die Band ist ungefähr genauso speziell wie die Location, in der wir sie gestern erleben durften. Ich bin ja erst durch eine meiner neuen Runrig-Bekanntschaften auf sie aufmerksam geworden und konnte dank Herrn H. auch schon das eine oder andere Ohr zur Vorbereitung riskieren. ;-) Und was ich da hörte, war sehr vielversprechend! Definieren kann man es schlecht, die Paperboys selbst versuchen es so:

Mexican Son Jarocho mixed in with Irish Jigs and Reels and a good dose of Country and Bluegrass. It has healthy servings of Ska, Soca and African Highlife and we've been known to throw in a little White Boy Reggae. Of course it also has strains of Soul, Pop and Funk although we are by no means a funk band. It is mostly Acoustic although we also like Electric guitars.

Ich finde, es ist perfekte Sommermusik! Extrem eingängig mit tollen Melodien, einem wilden Mix verschiedener Musikstile und der wunderbaren Stimme von Tom Landa. Der in Mexiko geborene Wahl-Kanadier ist der Kopf der Paperboys, schreibt den Großteil der Songs und steht natürlich auch auf der Bühne im Mittelpunkt. Unterstützt wird er aber von einer genialen Band, besonders von Flute-Spieler Geoffrey Kelly war ich hellauf begeistert, ein absolut cooler Typ! Und Kalissa Hernandez an der Fiddle verleiht vielen Songs durch den Satzgesang mit Tom (ich liebe mehrstimmige Lieder!) das gewisse Etwas.

Nach der Pause, in der Tom & Co. vor der Scheune CD's verkauft und Autogramme geschrieben haben, ging es genauso gut gelaunt weiter wie in Runde 1. Mit Nick La Riviere an der Posaune voran starteten wir sogar zu einer Art Polonaise durch die Scheune. Das hatte dann wieder bissl was vom Musikantenstadl, aber ich fand's witzig! :-) Mit einer Setlist kann ich leider nicht dienen, denn die Band hat kein fest geplantes Programm sondern entscheidet spontan, was gespielt wird. Mein momentaner Favorit "Waiting" war auch dabei... hier eine Aufnahme aus 2012, in die ihr mal reinhören könnt, wenn ihr mögt.

Nach zwei heftig bejubelten Zugaben (vorher gab es Geschenke für die Band: ein Tuch für die Dame und Schals für die Herren) war kurz nach halb 11 Schluss und ich kaufte mir noch die aktuelle Live CD. Leider hatte niemand einen Stift zur Hand, so dass sie unsigniert blieb, aber ich bin sicher, es ergibt sich noch mal die Gelegenheit. Das war nämlich definitiv nicht mein letztes Paperboys Konzert! :-)
23.6.13 01:01
 


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