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BON JOVI | 18.05.2013 | MÜNCHEN

Der 18. Mai ist offensichtlich ein guter Konzerttag. 2011 war ich an diesem Datum zu einem gemütlichen Abend mit Olli Schulz in Erfurt, 2012 dann beim megagenialen Konzert von Collective Soul in New York. Und dieses Jahr machten Bon Jovi den Hattrick in München perfekt.

Nach dem furchtbar verregneten Freitag Abend in Augsburg machte ich mich ja eigentlich auf das Schlimmste gefasst, aber Petrus meinte es gut mit den Bon Jovi Jüngern und bescherte uns einen Samstag wie aus dem Bilderbuch: Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ein paar harmlose Wölkchen. Es war ein richtig schönes Gefühl, im Olympiapark anzukommen, wo sich schon wahnsinnig viele, gut gelaunte Leute tummelten. Aber wer bei diesem Wetter miesepetrig ist, dem ist auch nicht zu helfen!

Wir waren um 13 Uhr vor Ort und machten es uns vor'm Haupteingang des Stadions “bequem”. Und selbst zu dieser Zeit war es schon ordentlich voll vor den Absperrungen, aber da die ersten Reihen für uns ohnehin ausgeschlossen waren (super teure Diamond Circle und VIP Golden Circle Tickets sei Dank), war's mir letztendlich auch egal. Hauptsache im Circle mit dabei! Wir vertrieben uns die Zeit mit einer Partie Backgammon (wobei wir bis heute nicht wissen, ob wir es richtig spielen, haha), diverser Lektüre (ich hatte zwei Wires dabei *grins* ) und ließen uns ansonsten einfach die Sonne ins Gesicht scheinen.

Kurz nach 15 Uhr suchte ich noch mal die Toiletten auf und als ich zurückkam, war's mit der Ruhe leider vorbei und alles stand dicht an dicht. Immer der gleiche Quatsch! Da machen zwei Leute Panik und alle springen auf. Furchtbar, echt! Wir konnten von Glück reden, dass halb 5 schon die Schleusen geöffnet wurden – so war es noch einigermaßen erträglich. Der Einlass selbst ging ganz gesittet von statten und wir durchquerten den Innenraum ohne Schwierigkeiten und ließen uns im Circle auf der linken Seite nieder. So ähnlich standen wir auch schon 2011, wenn mich nicht alles täuscht...

Die folgende Wartezeit war auch sehr kurzweilig. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass der Tag total schnell verging, es hat überhaupt nicht genervt. Los ging es mit der Bayern 3 Band, die mit einem bunten Coverprogramm erste Einheizversuche startete. Das hat mit Songs wie “Highway to Hell” oder “Skandal im Sperrbezirk” auch ziemlich gut funktioniert. ;-) Danach machte ich mich dann auf den ungeliebten Weg zu den Toiletten. Die Schlange vor'm Damenklo war wieder gefühlt fünf Kilometer lang, so dass ich mich – wie einige andere mutige Leidgenossinnen auch – in die Männerschlange begab, die erheblich kürzer war. Dann noch was zu Essen besorgt und wieder vorgekämpft. Der eigentliche Supportact hatte inzwischen losgelegt: Der Österreicherin Christina Stürmer wurde die Ehre zuteil, in Wien und München für Bon Jovi zu eröffnen. Es war ganz nett und Christina redlich bemüht Stimmung zu machen, aber mir war es auf Dauer etwas zu eintönig. Da waren die Supportacts von früher (z.B. Fury in the Slaughterhouse, Gotthard, Live) dann doch ein anderes Kaliber...

Auch die letzte Umbaupause verflog sehr schnell und um kurz nach 8 ging es schon los mit Bon Jovi. Ich hatte mich ja kurz vorher noch über die Ansage des Moderators lustig gemacht, der uns drei Stunden Show versprach.. Nun, ich sollte mich von Jon und den Jungs eines Besseren belehren lassen! Die haben tatsächlich über drei Stunden durchgezogen, ich konnt's kaum fassen! Und es war ja sowas von geil! Ich weiß nicht, ob die Stimmung im Olympiastadion überhaupt irgendwoanders getoppt werden kann. Ich glaub's ja ehrlich gesagt nicht – zumindest nicht bei Bon Jovi! Das ist echt eine einzigartige Atmosphäre. Und die hat sich auch immer weiter hochgeschaukelt, je länger sie gespielt haben. Und ich meine, wer spielt schon zwei Stunden reguläres Set und hängt dann noch über 'ne Stunde Zugaben dran? Und vor allem nur geile Songs! Ich bin ja fast nimmer geworden, als die ersten Klänge von “Dry County” durch's Stadion hallten – voll der Gänsehaut-Moment!

Überhaupt war die Setlist allererste Sahne. Nicht gebraucht hätte ich einzig “(You Want to) Make A Memory” (mag ich einfach nicht) und “We got it goin' on”, aber selbst das war durch einen Mitsingteil irgendwie cool. Und Mitsingen können die Münchner, das ist so krass! Bei “Livin' on a prayer” haben die 62.000 Fans das ganze Stadion zum Beben gebracht und Jon betonte mehrfach “That's why I love Munich”! Jupp, da kann ich ihm nur beipflichten! Überhaupt lobte er uns in den Himmel und auch, wenn es doch arg nach Show aussieht bzw. klingt – irgendwas muss dran sein. Denn ich hab mir spaßenshalber mal ein paar andere Setlists angesehen... nirgendwo wurde so lange gespielt wie in München! Hier der Beweis, guckt selbst und staunt:

01 That's What the Water Made Me
02 You Give Love a Bad Name
03 Born to Be My Baby
04 Raise Your Hands
05 Runaway
06 Lost Highway
07 It's My Life
08 Because We Can
09 What About Now
10 We Got It Goin' On
11 Keep the Faith
12 (You Want to) Make a Memory
13 Bed of Roses
14 When We Were Beautiful
15 Captain Crash & the Beauty Queen From Mars
16 We Weren't Born to Follow
17 Who Says You Can't Go Home
18 I'll Sleep When I'm Dead
19 Bad Medicine
=====================================
20 Dry County
21 Wanted Dead or Alive
22 Have a Nice Day
23 Livin' on a Prayer
=====================================
24 In These Arms
25 Someday I'll Be Saturday Night
26 Always
27 These Days
=====================================
28 I Love This Town

Was bzw. wen ich natürlich trotzdem vermisst habe, war Mr. Sambora. Der Ersatzgitarrist Phil X hat seine Sache zwar extrem gut gemacht, aber Richies Stimme hat einfach gefehlt. Ich bin ja fast froh, dass wir in München “I'll be there for you” nicht hatten, aber auch bei “Wanted dead or alive” und vielen anderen Songs hätte es Richies Stimme gebraucht. Jon hatte zum Ende hin bei manchen Songs eh arg zu kämpfen – da musste er zum Teil einige der höheren Töne weggelassen. Aber abgesehen davon war er super drauf! “I'll sleep when I'm dead” war eins der Highlights des Abends und Jon baute “Start me up”, “Jumpin' Jack Flash” und “Rockin' all over the world” mit ein. Da war die Stimmung echt am kochen! Nur sehr lauffreudig war er leider nicht. Um den Diamond Circle führte ja wieder ein Laufsteg und wie bei den letzten Touren wurde dieser von Jon konsequent ignoriert. Nur bei “In these Arms”, dem ersten Song des zweiten Zugabenblocks, tauchte er in der Mitte auf und alles flippte völlig aus. Aber bei “Someday I'll be Saturday night” verzog er sich schon wieder Richtung Bühne – leider rechts rum. :-( Beim nächsten Mal müssen wir uns unbedingt dorthin stellen, Jon ist einfach zu selten links unterwegs. Das Bühnenbild war übrigens sehr gelungen. Hauptblickfang war ein überdimensionaler, alter Amischlitten mit fettem Kühlergrill und Scheinwerfern, der über der Bühne hing. Riesige Videowände und zahllose extra Monitore ergänzten das Bild und zauberten zusammen mit der ausgefeilten Lightshow tolle Effekte. Pyrotechnik oder sonstige Special Effects gab's hingegen nicht, aber das war auch nicht notwendig...

Und was mir auch aufgefallen ist: Früher wurde bei ganz vielen Songs kollektiv gesprungen, das gibt's heut überhaupt nicht mehr. Sind die Bon Jovi Fans zu alt? Scheint so. Klatschen, Singen, Kreischen geht, Springen hingegen ist offensichtlich zu anstrengend. Find ich bissl schade, das war früher immer sehr geil, wenn alle im Takt gehüpft sind. Naja, insgesamt war's trotzdem ein super Konzert. Hoffentlich war's nicht das Letzte.. ich hab das dumme Gefühl, dass Richie sich vielleicht nicht wieder einkriegen könnte. Das wäre mit Sicherheit das Ende der Band. Aber auch wenn's so ist, können wir wenigstens sagen, dass wir definitiv eine der besten Shows erwischt haben.
20.5.13 21:12
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Julie (21.5.13 09:41)
"Dry county"..

Richie..

"In these days"?


Leni (21.5.13 10:08)
"In these days" wäre doch mal eine interessante Neuinterpretation beider Songs, oder?
Hab's trotzdem mal korrigiert..

Ist der Smiley zu "Dry County" positiv oder negativ gemeint?

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