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ROCK MEETS CLASSIC | 09.03.2013 | NÜRNBERG

Ich kann mit Erleichterung festhalten, dass sich mein schlimmer Albtraum der vorletzten Nacht nicht erfüllt hat. Obwohl wir mit 15-minütiger Verspätung gestartet sind und in Nürnberg auch noch mal in eine zähe Stauphase gerieten, waren wir rechtzeitig vor Ort. Mir war ja völlig entfallen, dass ich vor nicht allzu langer Zeit schon mal hier war. Erst, als ich vor der Arena stand, fiel mir ein, dass ich hier Ende 2011 Roxette gesehen habe. :-) Damals stand ich in der Front Row, gestern war es ein sehr guter Sitzplatz in der dritten Reihe. Meine Mom zeigte sich anfangs nicht so zufrieden: "Ist trotzdem weit weg". Naja, ist halt nicht der Bühnenrand wie bei 'nem Hooters Konzert. Aber besser als der Platz in Reihe 29 bei unserer RMC Premiere letztes Jahr in Würzburg war er allemal!

Mit leichter Verspätung läutete ein Antenne Bayern Moderator um kurz nach 20 Uhr den Abend ein und erklärte direkt, dass wir doch bitte nachsichtig mit Leuten sein sollen, die vor Begeisterung aufstehen. Es solle schließlich eine große Party werden! Na, das war doch mal 'ne Ansage! Das Symphonie Orchester aus Prag brachte sich zugleich in Stellung und legte mit "Child's Anthem" einen standesgemäßen Einstand hin. Natürlich hätte ich mir Steve Lukather höchstselbst für die Gitarrenarbeit gewünscht, aber mit Oliver Hartmann als "Ersatz" konnte ich überaus gut leben. ;-) Ich finde ja sowieso, dass die Mat Sinner Band ein total cooler Haufen ist. Und noch dazu verdammt gut an den Instrumenten. Die Grundvoraussetzungen für einen geilen Abend waren also gegeben...

Chris Thompson hat den Abend als erster Stargast eröffnet. Nach der überwältigenden Publikumsreaktion im letzten Jahr war das ein durchaus clever kalkulierter Schachzug. Und die Rechnung ging auf: Chris schaffte es mühelos, die Massen zu begeistern. Man glaubt's ihm einfach, wenn er singt "I came for you, for you, I came for you!" Nach zwei weiteren Songs verabschiedete sich Chris vorübergehend und übergab an Steve Augeri, seines Zeichens Ex-Sänger von Journey. Wem das Classic Rock Genre nicht völlig fremd ist, dürfte zumindest der Titel "Wheel in the sky" ein Begriff sein. Der wurde natürlich auch gespielt und darüber hinaus auch die Stücke "Seperate Ways" und "Faithfully", die ich aber zugegebenermaßen selbst nicht kannte. Voll und ganz überzeugt hat mich der Auftritt ehrlich gesagt nicht. Stimmlich hatte er arg zu kämpfen, wobei man fairerweise natürlich sagen muss, dass die Tonlage nicht ohne ist und er ja auch nicht der Originalsänger von Journey ist.

Ein wenig abgelenkt wurden wir während des Auftritts übrigens von einem Herren, der links hinter der Absperrung stand. Kein geringerer als Mr. Bazilian beobachtete dort das Treiben auf und vor der Bühne und erwiderte auch fröhlich unser Winken. *grins* Bei "Don't stop believin'" galt unsere volle Aufmerksamkeit dann wieder den Akteuren auf der Bühne - das Lied ist aber auch einfach zu geil! Das sah der Rest der Zuschauer genauso.. Im Innenraum und auf den Rängen hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Jeder tanzte, klatschte und sang mit. Das war so cool! Kein Vergleich zu Würzburg im Vorjahr! Nach kurzer Verschnaufpause in Form eines klassischen Stückes (die Titelmelodie von "Fluch der Karibik" - genial!) war es dann Zeit für Eric. Und gemessen an der Publikumsreaktion war das nicht nur für uns das Highlight des Abends!

Schon der Beginn sagt so viel aus: Eric kommt auf die Bühne und begrüßt erstmal alle um ihn herum mit Handschlag. Wie alte Freunde. Genauso herzlich wendet er sich ans Publikum und hatte es bereits um den Finger gewickelt, bevor er auch nur eine einzige Note gespielt oder gesungen hat. Und da wurde der Unterschied zu seinem Vorgänger überdeutlich: Steve spulte mehr oder weniger routiniert sein Programm runter, Eric genoss jede Sekunde mit seinen Mitmusikern. Und das übertrug sich sofort auf die Stimmung. Der Applaus nach dem ersten Song "All you Zombies" in der coolen neuen Version war gewaltig! Eric erklärte im Anschluss, dass das Einzige, was ihn irritiere, das sitzende Publikum sei. Na, das haben wir zu seiner und meiner Freude umgehend geändert und standen bei "500 Miles / Bird of Prey" geschlossen auf. Wah, das hat so gerockt.. absolut genial! Einen Gang zurück haben wir bei "One of us" geschaltet. Aber der immer wieder aufbrandende Applaus während der in Deutsch gesungenen Strophe jagte mir regelrechte Schauer über den Rücken. Irgendwie war das so eine Art Bestätigung, dass der Mann alles richtig macht und man ihn einfach lieben muss... Und "Johnny B.", eingeleitet mit einem großartigen Violinensolo, übertraf stimmungstechnisch echt alles und wir bekamen anerkennendes Lob für den Mitsingpart.

Es folgte die Pause und ich war sicher: Besser würde es nicht mehr werden. Aber ich will natürlich die anderen Künstler nicht schlecht reden, im Gegenteil. Teil 2 wurde wieder von Chris Thompson eingeleitet. Wobei genau genommen eigentlich von uns mit einem Geburtstagsständchen für ihn, denn er feierte in Nürnberg seinen 66. Geburtstag! Er selbst legte nach "You're the Voice" eine begnadete Version von "Mighty Quinn" hin und schon war der Saal wieder am Kochen. Als nächstes ging Bonnie Tyler in die Startlöcher. Ich gebe zu, dass ich mit ihrer Musik und auch der Stimme wenig anfangen kann, aber eigentlich hat sie's doch ganz gut rüber gebracht. An der Stelle auch mal ein riesen Lob an die Backgroundsängerinnen und -sänger. Die sind mindestens genauso stimmgewaltig wie die eigentlichen Stars und legen noch dazu eine Performance hin, dass einem schwindlig wird. Es wurde auch fleißig gefilmt von Amanda und ich hoffe, sie stellt das Ergebnis bald ins Netz. Nicht auszuschließen, dass auch wir darin verewigt sind.. ;-)

Paul Rodgers, der als musikalische Legende angesagt wurde, bildete dann den Höhepunkt und Abschluss des Abends. Ähm, ich für meinen Teil sehe das anders und hatte das Gefühl, auch der Rest vom Publikum wurde nicht so mitgerissen wie bei Eric oder Chris. Die Luft war irgendwie ein wenig raus und dafür, dass Free und Bad Company so einflussreiche Bands gewesen sein sollen, sind die Songs bisher weitestgehend an mir vorbei gegangen. Gut, könnte eventuell an mir liegen, da mache ich Mr. Rodgers jetzt mal keinen Vorwurf.. ;-) Und "All right now" war schon noch mal ein echtes Highlight, bei dem alle Künstler mitwirkten und scheinbar selbst noch nicht so richtig wahr haben wollten, dass der Abend schon vorbei sein soll. War er aber um 23 Uhr leider doch und ich kann mich nur wiederholen: Was für eine geile Show! Riesen Kompliment an die Macher von RMC!

Ich habe mir natürlich das Programmheft gekauft, welches jetzt mit einem Autogramm von Bonnie Tyler veredelt ist. Chris Thompson wäre mir ja ehrlich gesagt lieber gewesen, aber der hatte es verständlicherweise eilig, mit der Family weg zu kommen um noch ein wenig Geburtstag zu feiern. Und ich geb's ja zu, wir warteten auch nur, weil wir uns bei Eric persönlich für den tollen Abend bedanken wollten. Und nachdem dies ebenfalls geglückt war, traten wir glücklich die Heimfahrt an. :-)
10.3.13 23:41
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (11.3.13 00:17)
Ich weiß ja nicht, ob ich das jetzt sagen soll, aber ich bin doch ganz froh darüber, dass ich nicht allein mit Paul Rodgers nicht so richtig viel anfangen konnte. ;-) Mein Stimmungsempfinden war schon recht ähnlich.
Ich freu mich auf jeden Fall, dass ihr so einen tollen Abend hattet. Und dass das Publikum ein Stück weit lebendiger war als vor knapp zwei Wochen. ;-)

PS: mir fällt ein, ich kenn die Halle ja auch. Da hab ich 2004 den Gabe mit seiner "Still Growing Up"-Tour gesehen. :-) Natürlich aus der ersten Reihe. *lach*


Kivi / Website (11.3.13 02:48)
Ooooh, du hast Bonnie gekriegt? Auf die haben wir auch heute leider vergeblich gewartet.

Und mit Paul gings mir irgendwie genauso. Da hat mich Steve auf jeden Fall mehr überzeugt, auch wenn er von der Stimme her eher nicht so stark war wie die anderen. Aber voll der nette Typ, total sympathisch!

Freut mich daß auch euer Abend toll war Schade nur daß wir uns diesmal so verteilt haben, aber ging ja nicht anders. Dafür daß ich erst gar nicht wollte *hust*

Bei uns war das Publikum auch recht lebendig, in Würzburg noch mehr als in Mannheim. Kann mir echt nicht vorstellen wie man bei der geilen Musik sitzen bleiben kann, tse...


Kivi / Website (11.3.13 02:50)
Dritte Reihe ist übrigens endgenial!

Magst du mal den Link zu Amandas Blog schicken? Ich find immer nur ihre Homepage. Oder stellt sie die Videos in Youtube rein?


Leni / Website (11.3.13 21:04)
Ja, das war witzig. Wir haben uns drinnen noch viel Zeit gelassen und gerade unsere Jacken an der Garderobe abgeholt, als der Bus vorgefahren ist. Sind dann gleich raus und haben gewartet. Steve hat sich direkt in den Bus verzogen, Chris wurde abgeholt. Etwa 20 Min. später kam erst Bonnie raus und hat Autogramme gegeben (wir waren nur zu fünft) und dann gleich Eric.

Amanda stellt die Videos auf YouTube ein. Hier ihr Kanal: http://www.youtube.com/user/amandasomerville

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