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BARCLAY JAMES HARVEST FEAT. LES HOLROYD | 28.11.2012 | ERFURT

Auf meinem Weg ins Büro komme ich an der Alten Oper vorbei. Ich kann eigentlich von Glück reden, dass dort nicht mehr Bands spielen, die mir gefallen. Sonst würde ich wahrscheinlich jede Woche dort hängen bleiben. Dass Barclay James Harvest dort auch wieder gastieren sollte, habe ich ja schon vor längerer Zeit mitbekommen. War die ganze Zeit unentschlossen, aber am Montag habe ich mir dann doch noch einen Platz reservieren lassen und gestern die Karte im DasDie abgeholt. Und trotz dieser Spontanität habe ich noch einen beinahe mittigen Platz in der ersten Reihe bekommen! Und ich weiß genau - wenn ich da heute vorbei gemusst hätte - ich hätt's garantiert bereut!

Ich also stattdessen direkt von der Arbeit in die Oper! ;-) Weiterer Vorteil: Man kann unnötigen Balast im Büro lassen und dort auch die Schuhe wechseln. Äußerst praktisch! Auch, dass es ohne Umschweife (soll heißen ohne Vorband) und zu einer sehr humanen Zeit (19:30 Uhr) los ging, fand ich positiv. Auf Arbeit musste ich mir zwar so Sprüche anhören wie "Naja, die meisten Zuschauer müssen schließlich rechtzeitig wieder im Altersheim sein", aber sowas ist ja schon immer an mir abgeprallt.. Allerdings werde ich wohl nie verstehen, warum manche Leute so ein Problem mit alten Bands haben. Aber wie gesagt - mir doch egal! ;-)

Kommen wir also mal zum Wesentlichen: Dem Konzert. Dieses war in zwei Hälften aufgeteilt (es gibt keine drei Hälften, oder?), von denen jede gut 50 Minuten dauerte. Zuzüglich Zugabe sind die Herren also mit Ach und Krach auf zwei Stunden Spielzeit gekommen. Vielleicht doch reif für's Altersheim? Nein, Scherz! Natürlich nicht! Wobei man Mr. Holroyd seine 64 Lenze durchaus ansieht... Ich muss vielleicht auch noch erwähnen, dass ich absolut kein Kenner der Musik von Barclay James Harvest bin. Zwar habe ich mich auf Spotify ein wenig in den Backkatalog reingehört, aber so richtig bekannt waren mir tatsächlich nur die zwei richtig großen Hits "Hymn" und "Life is for living", die beide als Zugaben gespielt wurden. Mit etwas Glück finde ich ja vielleicht irgendwo eine Setlist.. Ich weiß nur noch, dass "Mocking bird" gleich als zweiter Titel gespielt wurde.

Insgesamt war das Konzert eine etwas zwiespältige Angelegenheit. Die Songs selbst haben mir gefallen, aber leider war der Sound ziemlich mies. Es war ingesamt sehr laut abgemischt, aber besonders die Leadgitarre war mir doch zu vordergründig. Und es war verständlicherweise sehr basslastig, wobei mich das weniger störte sondern eher faszinierte. Ich mag es sehr, wenn man dem Bass als Teil der Melodie erkennt, von daher war das ganz cool. Was mir dagegen nicht gefallen und mich ehrlich gesagt auch überrascht hat, war die verhältnismäßig dünne Stimme von Les Holroyd. Da war überhaupt kein Volumen drin! Ich ließ mir zwar sagen, dass das früher auch nicht viel anders gewesen sein soll, aber das kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen.

Die "Show" war ebenfalls eine eher statische Angelegenheit. Tamtam drumrum brauch ich zwar überhaupt nicht, aber ein kleines bisschen mehr Interaktion mit dem Publikum (und wenn's nur 'ne Ansage gewesen wäre) hätte gut getan. Die Band ist eigentlich erst am Ende ein wenig aufgetaut und locker geworden, davor war das nur ein Runterspielen der Songs, was natürlich auch voll schade ist. Der Gitarrist hat mich vom Stil her übrigens sehr an Steve Lukather erinnert. Kommt aber wahrscheinlich auch nicht von ungefähr, denn ich habe vorhin gelesen, dass Toto zu den musikalischen Einflüssen von Les Holroyd gehören. :-)

Die Stimmung in der nicht ganz ausverkauften Alten Oper war übrigens überraschend gut. Nach allen Songs wurde überschwenglich geklatscht und gejubelt und bei den Zugaben stand dann auch der ganze Saal und sang begeistert mit. Trotzdem hat mir "Hymn" leider nicht so richtig gefallen. Irgendwie klangen die Satzgesänge für meine Begriffe nicht so, wie sie sein sollten. Und naja, die schlechte Abmischung trug ihren Teil dazu bei, dass das jetzt nicht das ultimative Klangerlebnis war. Ich weiß nicht, vielleicht war es weiter hinten oder auch oben auf den Rängen etwas besser. Les sagte, es werden alle Konzerte mitgeschnitten, von daher kann's eigentlich gar nicht so schlecht gewesen sein...

Naja, ich ziehe für mich jedenfalls das Fazit: schön, sie endlich mal live gesehen zu haben, aber diese eine Erfahrung reicht eigentlich. Und in den Genuss der originalen BJH wird man ja leider nicht mehr kommen, da abgesehen von John Lees alle Gründungsmitglieder verstorben sind.
29.11.12 00:17
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (29.11.12 01:14)
Hm, genau deswegen habe ich mir das bisher verkniffen. Und deswegen würde ich mir lieber mal den 2. Teil von BJH, also die Truppe um John Lees ansehen. Auch bei ihm hat die Stimme gelitten und man hört sehr unterschiedliche Aussagen über seine Auftritte. Aber er ist nun mal DIE Gitarre von BJH gewesen. Und man braucht einfach seine Stimme für "Hymn". ;-)
Hauptsache es hat Dir trotzdem ein bisschen Spaß gemacht. ;-)

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