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VOLBEAT | 13.11.2010 | CHEMNITZ

So richtig weiß ich heute nicht, wie und wo ich anfangen soll. Das einzige, was mir den ganzen Tag schon durch den Kopf geistert, ist das sensationelle Volbeat Cover von "I only wanna be with you". Das haut einen komplett aus den Latschen - hammergeil! Naja, und ich bin außerdem um die Erkenntnis reicher, dass ich für Heavy Metal Konzerte leider nicht wirklich gemacht bin... Aber ich fang jetzt mal doch lieber von vorne an:

Nach einem recht erfolgreichen Beutezug im Chemnitzer IKEA und einem kurzen Bummel durch den gegenüberliegenden Neefepark, machte ich mich auf den Weg zur Messe. Die lag praktischerweise nur fünf Autominuten entfernt und ich habe kurz vor 19 Uhr meine Knutschkuller für unverschämte 4 Euro auf dem Großparkplatz abgestellt. Als ob nicht auch 2 Euro reichen würden... *kopfschüttel* Jedenfalls war ich bewusst "spät" dran, hatte nämlich keine Lust, mich ewig anzustellen und hatte auch keine Ambitionen auf die vordersten Reihen.. *lol* In der Arena war ich erstmal baff, so riesig hatte ich mir das nämlich nicht vorgestellt. Die Halle ist furchtbar lang und schmal, wie ein großer Tunnel und bis hinten, wo man reinkommt, ist die Bühne ewig weit weg.. Ich also erstmal nach vorn getappt soweit wie's ging. Die Leute standen alle noch sehr locker und ich kam mindestens ins vordere Viertel, würde ich sagen. Und davon vielleicht sogar in der ersten Hälfte, das ist doch dann das erste Achtel? Egal, Mathe war ja noch nie meine Stärke.. ;-)

Jedenfalls langweilte ich mich furchtbar, bin es eindeutig nicht mehr gewohnt, allein auf'm Konzert unterwegs zu sein. Und hab's auch nicht sonderlich vermisst, wenn ich ehrlich sein soll... Und wenn man alle fünf Minuten auf die Uhr guckt, vergeht die Zeit auch nicht schneller... Wenigstens ging's pünktlich um 20 Uhr los. Die Vorband hieß "The Kandidate" und wird bei mir unter der Rubrik sinnloser Krach verbucht. Ich meine, Metal schön und gut, aber dieser Ausprägung, bei der nur gegrunzt statt gesungen wird und bei der echt jeder "Song" gleich klingt, kann ich Null abgewinnen. Immerhin schienen auch die "echten" Metal-Fans nicht sonderlich angetan gewesen zu sein, sondern ließen die knapp 25 Minuten recht emotionslos über sich ergehen...

Dann folgte der Umbau, aber nicht wie erhofft für VOLBEAT sondern für den zweiten Supportact "Entombed". Wie ich heute in Erfahrung brachte, eine etwas größere Nummer in der Szene und schon seit geraumer Zeit unterwegs. Bei denen war auch die Stimmung wesentlich besser und auch mir hat es zumindest etwas besser gefallen. Die Titel waren nicht so eintönig, es gab viele Tempowechsel und der Sänger (oder wie heißen die im Heavy Metal?!) hat den Leuten gut eingeheizt. Und wie ich feststellte, ist sie zwar seltener geworden, aber noch nicht ausgestorben: Die ungewöhnliche Spezies der langhaarigen Headbanger. Ein Exemplar stand unmittelbar in meiner Nähe und hat seinen Vorder- und Hintermann mit seiner Mähne traktiert. War auf jeden Fall lustig anzuschauen, hihi..

Das Publikum selbst war übrigens eine bunte Mischung verschiedenster Stilrichtungen: Hauptsächlich natürlich Vertreter des Heavy Metal, aber auch zahlreiche Rock'n Roller / Rockabillies und ein paar ganz vereinzelte Cowboys und Punks. Eben entsprechend der Einflüsse von VOLBEAT. Wie ich mich da einsortiere, erörtere ich jetzt mal nicht.. ;-) Jedenfalls ging es um 22 Uhr endlich los. Zu einem dramatischen Intro wurde der tote Elvis auf dem Stofftuch (kleiner Insider) in Szene gesetzt bis es fiel. Vielleicht wurde es auch gelüftet oder zur Seite geschoben, ich kann es nicht mit Gewissheit sagen, denn in dieser Sekunde brach die Hölle los! Plötzlich war ALLES in Bewegung und man wurde hin und her geschoben - es war absolut irre! Und in dem Moment wurde mir auch klar: Ich stand verdammt weit vorne! Die bisher so friedfertige Menge rastete kollektiv aus und ich war mittendrin statt nur dabei! Ich kam mir vor wie eine Kugel im Flipperautomat!

Ich hatte anfangs die Hoffnung, dass sich der Pulk nach den ersten zwei, drei Songs beruhigen würde, aber da hatte ich mich gründlich getäuscht und so trat ich stückweise und schweren Herzens den Rückzug an. Mein Platz war nämlich eigentlich top, aber wenn man sich ständig nur darauf konzentrieren muss, nicht umgeworfen oder vor's Schienbein getreten zu werden (ganz zu schweigen davon, dass einem dauernd jemand auf die Füße latscht), macht das nicht wirklich Spaß. Und vor allem bekommt man ja auch nix davon mit, was auf der Bühne passiert. Die Metal Fans mögen andere Motive für ihren Besuch haben, aber ich will doch vom Konzert was mitkriegen und mich nicht permanent durch die Gegend schubsen lassen!

Ich plädiere hiermit für die Einführung eines extra Bereichs. So ähnlich wie damals bei Thomas Godoj die Kinderecke für die Kleinen könnte man auf Metal Konzerten doch eine Pogo-Ecke einrichten, oder? *lach* Oder meinetwegen auch ein Bereich für Leute wie mich, die es etwas ruhiger angehen lassen. Die sind auf dieser Art Konzerte ja eher die Ausnahme, von daher würde ich mich auch mit einer Nicht-Pogo-Ecke einverstanden erklären. So lange es das auf Heavy Metal Gigs nicht gibt, werd ich mich bestimmt nicht wieder dahin verirren...

VOLBEAT lassen es live jedenfalls richtig krachen und die Stimmung in der Halle war gigantisch. Ich finde das Konzept der Band einfach großartig, aber wie gesagt - richtig genießen konnte ich das Konzert aufgrund der natürlichen gegebenen Umstände leider nicht. Irgendwann stand ich fast bis hinten, weil ich mir was zu trinken holen wollte. Da ging es zwar nicht ganz so wild zu wie vorne, aber man hat eben auch nüscht gesehen vom Geschehen. Es gab auch keine Videowände und so blieben zum Gucken nur die schönen Lichteffekte.

Ich hab auch nicht das Ende des Konzertes abgewartet, sondern bin kurz vorher (der Zugabenteil war schon erreicht) gegangen. In dem Fall war's mir wichtiger, schnell von dem Parkplatz runterzukommen. Wenn man berücksichtigt, dass die Arena maximal 13.000 Leuten Platz bietet und bei VOLBEAT meiner Einschätzung nach gut und gerne an die 8.000 bis 9.000 Zuschauer da waren, war das sicher nicht die schlechteste Entscheidung. Und ich glaube, wenn ich das nächste Mal Lust auf VOLBEAT habe, leg ich mir lieber 'ne DVD zu! ;-)
14.11.10 23:01
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Torsten (15.11.10 21:31)
Willkommen im Klub! Bin mittlerweile schon zweimal aus den gleichen Gründen von vorn geflohen (auch um miene Kamrea zu schützen) und da war ich noch nicht mal auf einem Metal - Konzert! Aber bei Gogol Bordello und Eläkeläiset geht es trotzdem ähnlich zu.
Da hatte ich es bei OMD wohl friedlicher.


Leni / Website (15.11.10 22:03)
Na, dann weißt du ja, wovon ich rede! Immerhin war ich so geistesgegenwärtig, erst gar keine Kamera und auch kein Handy mit reinzunehmen. Hätte eh nix gebracht wegen zuviel:

Und ja, ich glaub auch, dass es bei OMD nicht ganz so wild zuging..


Thomas (17.11.10 15:42)
Dann bitte das nächste mal nicht mehr auf ein "Rock"-Konzert gehen, denn Heavy Metal ist nunmal in jeder hinsicht Emotional. Der Moshpit soll ja auch gedacht sein, um überschüssige Energien abzubauen und nicht um dort Kinder zu schubbsen. bleibt dann auch bei 80er Jahre Musik, ist auf jeden Fall ungefährlicher.

Stay Heavy

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