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ROXETTE | 07.08.2010 | SUNDSVALL

Der Samstag in Sundsvall. Roxette starten hier in dieser Kleinstadt an der schwedischen Ostküste ihre erste Tour nach neun Jahren. Es sind nicht viele Stationen: 2x Schweden, 1x Dänemark, 1x Norwegen und 2x Russland. Und doch ist es etwas ganz Besonderes. Richtige Roxette Konzerte! Vor ein paar Jahren hätte daran keiner geglaubt. Eine fast zweistündige Show. Per und Marie zusammen auf einer Bühne. Es war Roxette, ganz eindeutig. Aber trotzdem nicht das Selbe..

Ich machte mich kurz vor halb 3 auf den Weg in die Stadt und stand ca. 'ne halbe Stunde später vor der Norrporten Arena. Vor'm Einlass standen kaum mehr als 20 Leute, so dass ich erst noch mal durch die Fußgängerzone zum Hafen geschlendert bin und mir was zu Essen besorgt habe. Ratet mal, wo! ;-) Halb 5 war ich dann wieder vor Ort, die Anzahl der Fans hatte sich zwischenzeitlich zwar in etwa verdoppelt, aber das war ja immer noch sehr übersichtlich. Diese Unsitte mit den Nummern wurde auch hier zelebriert. Was wäre eigentlich, wenn ich mir zum Beispiel 'ne 11 auf die Hand gemalt hätte? Wer würde denn den Gegenbeweis antreten, dass ich nicht der rechtmäßige "Besitzer" bin? Naja, wie auch immer..

Die Zahlenmenschen durften schon früher in die Schleuse, alle Anderen mussten bis zum normalen Einlass warten. Und ich stand praktisch bis vorne und sah plötzlich die Chance auf einen guten Platz steigen. 17:15 Uhr durften wir dann rein. Natürlich immer schön mit der Ruhe - "ta det lugnt" wie der Schwede sagt - aber ich stand dann wahrhaftig vorn in der ersten Reihe! Otroligt! Bei den Hooters wär das nix mehr geworden, aber die Bühne gestern war so breit, da passten wir locker alle hin. Neben mir hatte ich übrigens Nr. 19. Dafür, dass die stundenlang warten, ham sie also auch nicht mehr gekonnt. Wie auch, weiter vorn als in der ersten Reihe kann man halt nicht stehen. ;-) Habe im Nachhinein gelesen, dass der erste Fan sich um 4 Uhr in der Früh mit 'nem Schlafsack am Einlass platziert hat. Und da gibt es Leute, die MICH für verrückt halten.. *lol*

Ich stand jedenfalls rechtsseitig, d.h. auf der Seite von Per. Doch wir mussten noch verdammt lange auf Roxette warten. Ich hatte zum Glück drei nette Schwedinnen neben mir, die auch schon am Einlass bei mir standen. So konnte ich zum Glück auch auf's Klo, ohne meinen Platz aufgeben zu müssen. Ist halt doch immer ein kleines Risiko, wenn man alleine unterwegs ist. Hab mich dann gleich auch noch mit Merchandise eingedeckt: Roxette Top, Stoffbeutel und Buttons für.. ach, fragt nicht!

Um 20:00 Uhr ging's dann pünktlich los mit den Baseballs, dieser deutschen Rockabilly Band, die bekannte Hits aller erdenklichen Stilrichtungen auseinander nimmt und im Rockabilly Stil wieder zusammenschustert. Ich halte davon ja nicht wirklich viel, manche Songs kommen mir da immer regelrecht verhunzt vor und sind maximal noch am Text erkennbar. Aber ich gebe zu, live kommt das ganz gut rüber. Stimmung haben die drei Frontmänner und ihre Band auf jeden Fall gemacht. In Schweden scheinen sie jedenfalls angesagter zu sein als bei uns in Deutschland. Da hab ich davon noch nicht viel mitbekommen. Vielleicht liegt's ja auch am schwedischen Drummer! ;-) War schon ziemlich cool, auch wenn mir zum Beispiel bei "Angels" und "Sex on fire" das Original doch um Einiges lieber ist. Sie haben gut 'ne Stunde gespielt, also recht lange. Wie ich mir habe sagen lassen, war die Veranstaltung aber als zwei Konzerte ausgelegt. Also The Baseballs waren nicht etwa der Supportact für Roxette sondern ham quasi ihr eigenes Konzert gegeben. Der letzte Song war dann "The Look" und hat die Leute perfekt eingestimmt auf Roxette.

Auf die mussten wir allerdings noch über eine Stunde warten, was natürlich den "Einheizfaktor" wieder zerstört hat. Das Warten war trotzdem angenehm. Wie sich herausstellte war das Mädel direkt hinter mir nämlich auch aus Thüringen, allerdings schon vor sieben Jahren nach Sundsvall ausgewandert. Trotzdem zeigt sich da mal wieder: Die Welt ist ein Dorf!

Um 22:15 Uhr war es dann endlich soweit: Per, Marie und die Band betraten - wenn auch auf denkbar unspektakuläre Weise - die Bühne und rockten mit "Dressed for Success" los. Guter Start, die Leute waren von Anfang an voll dabei und jubelten und klatschten was das Zeug hielt. So ging das auch weiter, im Prinzip bis Per gegen Mitte des Sets ankündigte, dass jetzt Solotitel kommen. Es waren nur zwei ( "Stupid" und "Do you wanna be my Baby" ), aber es war offensichtlich eingestreut, damit Marie nicht die ganze Zeit auf der Bühne stehen muss. Sie wirkt schon sehr zerbrechlich und teilweise auch so unbeholfen.. Man ist irgendwie hin und her gerissen, wenn man das sieht. Einerseits ist es - wie schon oft gesagt - ein großes Wunder, dass sie überhaupt wieder auf der Bühne ist und singt. Andererseits kenne und vermisse ich die Marie von früher: Ein Energiebündel, dass von einer Bühnenseite zur anderen gesprintet ist und eine unglaubliche Power ausgestrahlt hat. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben, dass muss man sich ehrlich eingestehen. Sie genießt es zwar sichtlich, wieder live vor Publikum zu spielen (Zitat: Äntligen!) aber die Krankheit hat eben doch ihre Spuren hinterlassen. Und so hatte ich das Gefühl, dass sich auch da Publikum ein bisschen schwer tat mit der etwas steif wirkenden Performance. Das Gekreische war immens, wenn Marie gesungen hat, aber die Stimmung während der Songs hätte - zumindest in meiner Ecke - besser sein können.

Ich fühlte mich zugegebenermaßen auf meinem Platz etwas eingeengt. Insgesamt waren 16.000 Leute in der Arena, in der ersten Reihe gefühlte 10% davon, haha. Und da glaubten doch echt ein paar füllige und obendrein abgefüllte Schwedinnen, sie könnten sich auch noch mit vor quetschen. Das ist wirklich immer das Selbe in Schweden.. *tsss* Jedenfalls war es bei den schnellen Songs wie "She doesn't live here anymore" (I love it!), "How do you do!" oder "Dangerous" nicht so einfach mit der Bewegungsfreiheit und auch fotografieren erwies sich als schwieriges Unterfangen. Habe leider viel Ausschuss dabei und nur ein paar wenige gute Bilder (bald zu sehen bei Facebook).

Mein Highlight des Abends war "Perfect Day"! Das überhaupt mal live zu hören war traumhaft und Marie hat es mit so viel Emotion gesungen, da war Gänsehaut angesagt! "Silver Blue" war auch sehr schön, aber ich bin wahrscheinlich zu perfektionistisch veranlagt und denke immer: Verdammt, wieder versungen.. Auch das ein Indiz dafür, dass Marie nicht mehr die Alte ist... Hier mal noch die ganze Setlist:

01 Dressed For Success
02 Sleeping In My Car
03 Opportunity Nox
04 The Big L.
05 Wish I Could Fly
06 She Doesn't Live Here Anymore
07 7Twenty7
08 Perfect Day
09 It Must Have Been Love
10 Stupid
11 Do You Wanna Be My Baby
12 Silver Blue
13 Fading Like A Flower
14 How Do You Do!
15 Dangerous
16 Joyride
---------------
17 Listen To Your Heart
18 The Look
---------------
19 (I'm Not Your) Steppin' Stone
20 Church Of Your Heart

Das machte Alles in Allem mehr als 1,5 Stunden und damit konnten wir mehr als zufrieden sein. Ich fand die vorletzte Zugabe zwar überflüssig, weil Per das erstens schon bei seiner Solotour letztes Jahr gecovert hat und es zweitens mindestens 20 Roxette Songs gibt, die ich stattdessen gern gehört hätte. Dafür war dann "Church of your heart" ein sehr schöner und gelungener Abschluss, zu dem sich die ganze Band - Christoffer, Magnus, Pelle, Clarence & Malin - zu Marie und Per nach vorn gesellten. Danach hieß es leider wirklich Abschied nehmen und ein kleines Feuerwerk über der Bühne (welches man in der ersten Reihe lediglich hörte) beendete mein erstes Roxette Konzert nach beinahe neun Jahren. Nur gut, dass ich nicht so lange auf das nächste warten muss.. ;-)
9.8.10 20:41
 


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