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THE ROLLING STONES | BERLIN | 21. JULI 2006

Mit einer knappen Stunde Verspätung – die aber einkalkuliert war, weil nicht jedes Familienmitglied über ein ausgeprägtes Zeitmanagement verfügt – starteten wir um kurz vor 8 unseren Stones-Trip nach Berlin. Gegen Mittag bezogen wir unser Stammhotel in Kreuzberg und machten uns von dort aus auf den Weg zum Olympiastadion. Auch hier waren wir wieder spät dran, was aber bei der Affenhitze und der daraus resultierenden Bewegungsfaulheit kein Wunder war. Um 15 Uhr sollte laut Ticket Einlass sein, da saßen wir noch schwitzend in der U-Bahn... Endlich am Stadion angekommen machten wir ebenfalls 'nen Ruhigen und verzehrten erst mal unseren Proviant. Der Eintrittskarte zufolge war nämlich alles verboten: Speisen und Getränke, sperrige Gegenstände aller Art, Waffen, pyrotechnische Artikel, Video-, Foto- und Tonaufzeichnungsgeräte. Wir hatten sogar extra noch eine dieser Einwegkameras gekauft, weil uns doch Verlustängste um unsere Digitalkamera plagten...

Als wir schließlich zu den Toren vordrangen, waren wir doch überrascht, dass der Einlass noch gar nicht angefangen hatte. Wir waren also nicht die einzigen Unpünktlichen! Erst kurz nach 16 Uhr gingen die Schleusen auf und wir strömten hinein. Die Rucksackkontrolle war ein Witz: Ein flüchtiger Blick und ein kurzes Abtasten – das war alles! Ich hätte mich grün und blau ärgern können! Trinkpäckchen wurden nicht beachtet und der Fotoapparat gar nicht erst entdeckt... *argh* Ich hätte sonst was in meine mitgebrachte Hose wickeln können – es wäre unbemerkt geblieben! Na ja, half nichts...

Meines Erachtens viel zu langsam bahnten wir uns den Weg durch's Stadion zum "Front of Stage"-Bereich, immer mit Blick auf die irre große Bühne. Da noch gar nicht sooo viele Leute da waren, konnten wir uns sehr gute Plätze am Steg sichern, auf dem die B-Stage "vorbeifahren" würde. Meine lieben Eltern verzogen sich allerdings schon bald in den Schatten, so dass ich ganz allein unser Revier verteidigen musste. Anfangs kein Problem, hab' mich halt mit 'ner Zeitschrift und einem Kreuzworträtselheft beschäftigt, aber mit der Zeit wuchs die Zahl der Leute um mich herum. Alles Winken und Gestikulieren nützte nichts – ich blieb ungesehen und alleingelassen... Und war irgendwann stocksauer, weil manche Personen meinten, sich neben mich drängeln zu können. Als Mum und Dad – immerhin mit was Essbarem – endlich wieder aufkreuzten, legte sich meine Wut langsam. Ich blieb eisern bis zur Vorband auf meinem Platz stehen... Im Sitzen wird man ja eiskalt von dreisten Leuten umrundet... So konnte ich den Aufbau und Soundcheck für Feeder beobachten... Der Typ am Mikro sah dem Sänger verdammt ähnlich. Ein weiterer Blick bestätigte: Das WAR der Sänger! Fand' ich ja voll cool, dass der selbst beim Soundcheck mitmacht... 19:30 Uhr stand er dann umgezogen und mit seiner kompletten Band auf der Bühne. Ich fand's super und war total enttäuscht, dass nach einer halben Stunde schon wieder Schluss war. Hab' die Setlist mitgeschrieben, waren ja leider nur sieben Songs:

01 Feeling The Moment
02 Come Back Around
03 Pushing The Senses
04 Just The Way I'm Feeling
05 Buck Rogers
06 Tumble & Fall
07 Just A Day

Stimmung gab's keine. Null, nothing, nada. Nur Höflichkeitsapplaus nach den Liedern. Von hinten vernahm ich Kommentare wie "Laaangweilig" oder "Die sind ja schmalzig". *grrrr* Hatte eh das Gefühl, die Einzige zu sein, die Feeder kennt und was damit anfangen kann... Da war das Publikum bei Bryan Adams wesentlich offener, obwohl Royseven erst recht keiner gekannt haben dürfte...

Nach Feeder schob ich mich wagemutig durch die Menge, um die Dixies aufzusuchen. Kaum aus dem engen FoS-Bereich raus, war das Vorwärtskommen kein Problem mehr. Der restliche Innenraum war nämlich bei weitem nicht so voll. Und auch der Blick auf die Ränge offenbarte eine Menge leerer Plätze... Mit einem halben Liter Apfelschorle im standesgemäßen Rolling-Stones-Plastikbecher stürzte ich mich wieder ins Getümmel und schaffte es tatsächlich wieder auf meinen Platz. Um 20.50 Uhr ging es dem ohrenbetäubenden Jubel nach zu urteilen los und wie ich später erfuhr, betraten Charlie, Ronnie, Keith, Mick und die anderen Musiker nacheinander die Bühne. Warum ich das so schreibe? Ganz einfach: Ich habe abgesehen von der überdimensionalen Videowand während der ersten zwei oder drei Songs absolut nichts gesehen! Zum Glück blieb das nicht so und ich hatte später relativ gute Sicht... Tja, und was soll man sagen? Die Show war natürlich gigantisch! Hier gleich mal die Setlist:
(Quelle: http://19493.rapidforum.com/topic=102177573359&startid=3)

01 Jumping Jack Flash
02 It's Only Rock'n Roll
03 Oh No, Not You Again
04 Let's Spend The Night Together
05 Sway
06 Angie
07 Streets Of Love
08 Tumbling Dice
09 Night Time (Is The Right Time)
10 Before They Make Me Run
11 Slipping Away
12 Miss You
13 Rough Justice
14 Start Me Up
15 Honky Tonk Woman
16 Sympathy For The Devil
17 Paint It Black
18 Brown Sugar
19 You Can't Always Get What You Want
20 (I Can't Get No) Satisfaction

Die erste Hälfte war meiner Meinung die schwächere, für meinen Geschmack viel zu blueslastig. Aber "Streets of love" kommt live echt gut, viel besser als auf dem Album. Der Sound war insgesamt klasse, super klar und nicht zu laut. Die Titel 10 und 11 hat Mr. Richards zum Besten gegeben. Riesen Lacher, als auf der Leinwand eine aufgeblasene Palme aus dem Publikum gezeigt wurde, während er erzählte, dass es schön sei, hier zu sein; dass es überhaupt schön sei, wieder da zu sein... Ich habe ja nach den Songs immer mit meinem selbstgebastelten Stones-Mousepad in Zungenform rumgefuchtelt und einmal war es tatsächlich zu sehen! :-)

Bei "Miss you" ging's dann auf der fahrbaren B-Stage direkt an uns vorbei mitten ins Publikum. Und ab da fand' ich die Show richtig geil! Es kamen ja auch nur noch Songs, die mir gefallen! Bei "Honky tonk woman" fuhr die Bühne wieder an uns vorbei und bei "Sympathy for the devil" war die ganze Mainstage in rotes Licht getaucht, es gab Explosionen und Feuerbälle und uns wurde noch heißer, als uns ohnehin schon war. Krönender Abschluss war natürlich "Satisfaction". Meine Mum und etliche ihrer Altersgenossinnen konnten kaum an sich halten, als Mr. Jagger himself zu Fuß den Steg entlang kam, keine drei Meter vor uns... Ja, ja, da geraten sie ins Schwärmen... ;-) Ich dagegen hab' mich zwischendurch immer mit diesem grauenhaften Ding von Fotoapparat abgemüht, aber ob da was Gescheites bei rauskommt ist äußerst fraglich... Wir werden es sehen, wenn der Film Ende der Woche entwickelt ist. Falls was Brauchbares dabei ist, wird's gescannt und geht online.

Nach zwei Stunden war jedenfalls Schluss und "A bigger bang" endete mit einem hübschen Feuerwerk über der Bühne. Ich war unendlich müde und hatte Beine wie Blei. Die Hitze hat uns allen ganz schön zu schaffen gemacht. Aber trotzdem: "War das geil!", um mit den Worten meiner Mum diesen Bericht zu beenden... ;o)

23.7.06 23:41
 


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