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BRYAN ADAMS | WÜRZBURG | 14. JULI 2006

Da die Aussicht auf ein Bryan Adams Konzert in meinem Bekanntenkreis eher auf verhaltene Reaktionen gestoßen war, machte ich mich gegen 15:30 Uhr allein auf den Weg Richtung Festung. Ich entschied mich aufgrund meiner nicht gerade zentralen Wohnlage für eine „Anreise“ per PKW und folgte brav den aufgestellten Parkhinweisen quer durch die Stadt. Na ja, fast... Ich riskierte es, den nächstgelegenen Parkplatz direkt anzusteuern und stellte zu meiner Freude fest, dass dort noch 155 freie Plätze zur Verfügung standen. Die Freude währte jedoch nur bis hinter die nächste Kurve, wo ich – wie viele Andere auch – von den Securities freundlich aber bestimmt zurück in die Stadt gelotst wurde. So viel zum Organisationstalent der Veranstalter – man hätte ja die Anzeige auf „belegt“ stellen und sich und den Anreisenden eine Menge Ärger ersparen können...

Ich dann also auf den ausgewiesenen Parkplatz gefahren, wo ich buchstäblich 3,50 Euro aus dem Fenster und in die Hände des Parkwächters geworfen habe. Das hätte ich auch billiger haben können! Nur gut, dass man mich durch mein Kennzeichen nicht als Einheimischen entlarven konnte... ;-) Immerhin gab es von dort aus ein Busshuttle zum Veranstaltungsort, das ich selbstverständlich auch nutzte. Gegen 16 Uhr erreichte ich die Absperrungen, wo die Leute auf den Einlass warteten. Der ging dann auch prompt zehn Minuten später los und wir betraten sehr gesittet das Gelände und pilgerten zur Bühne. Vor selbiger war schon mehr Andrang, als ich dachte, aber ich habe trotzdem noch ein Plätzchen relativ weit vorne und auf der rechten Seite der Bühne gefunden, wo ich mich niederließ. Und dann hieß es – mal wieder – warten. Vorausschauenderweise hatte ich dieses Mal sogar was zum lesen dabei, wobei ich irgendwann dazu überging, lieber mit meinem „Nachbarn“ über vergangene Konzerte zu fachsimpeln... ;-)

Schon gegen 18 Uhr spürte man, dass die Stimmung an diesem Abend großartig werden würde. Die Leute fingen nach jedem beendeten Pausenlied an zu klatschen, damit die Vorband der Warterei endlich ein Ende macht. Eine halbe Stunde später betrat „Royseven “ dann schließlich die Bühne und wurde herzlich vom Publikum empfangen. Die sechs Jungs stellten sich mit unverkennbarem Akzent als Band aus Dublin vor, hierzulande (noch) völlig unbekannt. Sie haben sich trotz fieser Rückkopplungen bei den ersten Songs ganz gut geschlagen und die Mucke war auch nicht verkehrt, aber auf Dauer etwas eintönig. Unbestritten unterhaltsam waren die ekstatischen Zuckungen des Sängers, der einen Großteil des Auftritts im Liegen singend verbrachte und dabei dem Höhepunkt zuzusteuern schien.. Sehr amüsant! *g* Der Auftritt dauerte ziemlich genau 40 Minuten und danach folgte die Umbaupause für Bryan und die Band. Ich habe ja ein bisschen mit meinem Platz und den Sichtverhältnissen gehadert: Das großgewachsene Pärchen, das beim Warten auf den Supportact noch hinter mir saß, stand nämlich auf einmal vor mir. Das fand ich weniger schön, aber im Endeffekt hatte ich immer eine Lücke zum Durchspähen... Und ca. achte Reihe vor der Bühne ist bei etwa 8.000 Leuten ja auch nicht schlecht! *g*

10 vor 8 ging’s jedenfalls mit „So far so good“ los und ab diesem Zeitpunkt gab’s im Publikum kein Halten mehr: Bei jedem Song wurde geklatscht und mitgesungen und gejubelt, die Stimmung war wirklich überwältigend! Und ich kann’s ja gleich vorweg nehmen: Meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen! Die haben losgelegt und eine Spielfreude an den Tag gelegt, dass alles zu spät ist! Ich finde, denen merkt man den Spaß an dem, was sie machen, noch an und dass, obwohl oder gerade weil komplett auf Special Effects verzichtet wird. Besonders toll fand ich ja, dass neben dem Mikrofon in der Mitte auch auf der linken und rechten Bühnenseite Mikrofone standen, zwischen denen Bryan immer hin und her gewechselt hat. Er ist überhaupt sehr publikumsorientiert, hat viel erzählt und Fragen gestellt. Unter anderem, welches Mädel mit ihm den nächsten Song singen möchte! Es gab viele Freiwillige, aber das Rennen machte eine 16-jährige Nürnbergerin, die mit unglaublichem Selbstbewusstsein erst mit Bryan erzählt und dann im Duett mit ihm „When you’re gone“ gesungen hat. Es war nicht perfekt, aber ich bewundere den Mut, sich überhaupt vor so vielen Leuten hinzustellen und zu singen. Ich könnt’s nicht...

Die Setlist sieht aus wie die Zusammenstellung eines Greatest Hits Albums, ich habe mehr als 90 Prozent der Songs gekannt! Die ersten paar Titel konnte ich mir noch merken, dann hab’ ich’s aufgegeben. Aber wozu gibt es schließlich Internet? Hier ist sie:
(Quelle:
http://www.18tilidie.co.uk/)

01 So Far So Good
02 Somebody
03 Open Road
04 18 Til I Die
05 Let's Make A Night To Remember
06 Can't Stop This Thing We Started
07 Back To You
08 Summer Of '69
09 I Think About You
10 Everything I Do
11 Cuts Like A Knife
12 When You're Gone (with Lisa from Nürnberg)
13 It's Only Love
14 Hearts On Fire
15 Heaven
16 She's Only Happy When She's Dancin'
17 C'mon Everybody
18 The Only Thing That Looks Good On Me Is You
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19 Cloud #9
20 Run To You
21 Straight From The Heart
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22 Kids Wanna Rock
23 Please Forgive Me

Eines meiner Highlights neben den „Gassenhauern“ wie „Summer of ’69“ oder „Can't Stop This Thing We Started” war definitiv “Heaven”! Ich krieg’ sofort Gänsehaut, wenn ich dran denke! Die Kulisse und der Moment, als wir wie ein großer Chor die ersten Zeilen noch vor Bryan anstimmten – das war echt bewegend! Er meinte gegen Ende des Konzerts sinngemäß, dass er schon so oft in Deutschland gespielt hat, aber dass noch keine Location so schön wie diese war! Und ich glaube wirklich, das war nicht nur so daher gesagt! Ich kann ja nach wie vor nicht nachvollziehen, warum nicht mehr Konzerte dieser Größenordnung in Würzburg stattfinden. Die fantastische Atmosphäre spricht eigentlich für sich...

Wie auch immer, wir wollten Bryan und Co. nicht gehen lassen und holten sie mit Zugaberufen und Laolawellen(!) 2x auf die Bühne zurück. Nach zwei Stunden war jedoch endgültig Schluss, da halfen selbst die „Oh, wie ist das schön“-Gesänge nichts mehr... Offensichtliche Nachwirkungen der Fußball-WM.. *g* Auf alle Fälle war es ein großartiges und sicherlich nicht mein letztes Bryan Adams-Konzert!

Die Bilder findet ihr hier!

16.7.06 17:23
 


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