Leni's Life
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It's NOT Easy, it's EPIC!

Wieder ein Tag rum und ich hänge mit der Berichterstattung nach wie vor hinterher... meinen ersten Lauf im Ausland muss ich aber natürlich unbedingt festhalten, der war nämlich toll! Zugegeben, Samstag Morgen war ich überhaupt nicht in der richtigen Stimmung.. der Songwriter's Circle lag mir doch noch ziemlich schwer im Magen.. Aber ich hatte ja bereits das Startgeld bezahlt und habe mich deshalb doch kurz vor 6 Uhr aus dem Bett gequält, um 45 Minuten später rüber nach Dartmouth zu fahren.. Sidenote: Ist es nicht erstaunlich, wie schnell man sich woanders auskennt und zurecht findet? Es kommt mir vor, als wäre ich schon Wochen da!

Nachdem ich mein Auto am Findlay Community Centre geparkt hatte und innerhalb von einer Stunde 3x Pipi machen musste, ging es um 8 Uhr mit dem ersten 10-Kilometer-Lauf los. Es war schon um diese Zeit ziemlich warm, aber dank der guten Orga und drei Getränkestationen kam ich gut durch. Die Strecke war hauptsächlich auf Asphalt, nur am Lake Micmac waren es unbefestigte Wege. Es ging tatsächlich auch ein bisschen auf und ab und ich hab mich irrsinnig gefreut, dass ich unter einer Stunde geblieben bin. Ehrlich gesagt hätte mir dieser Erfolg schon gereicht, aber ich wollte ja unbedingt den "Double-in-a-Day" machen, also ging es nach kurzer Verschnaufpause um 9:30 Uhr erneut an den Start. Dieses Mal zum Glück nur die halbe Runde um den Lake Banook, aber das hat auch gereicht. Hab noch so gedacht, ich lass die 5 km ganz ruhig angehen, aber am Ende war es sogar unter 30 Minuten. *freu* Ich bekam also nicht nur die reguläre Medaille wie alle Finisher (egal ob 5 oder 10), sondern konnte mir auch die EPIC Medaille umhängen lassen. :-)

Auf der Epic Canadian Website könnt ihr euch die Ergebnisse ansehen, wenn ihr wollt. Ich bin die, bei der als Country "DE" steht ;-) Es war übrigens auch ein Gänsehaut-Moment, als kurz vor dem Start die kanadische Nationalhymne gespielt wurde. Und was ich auch richtig toll fand: Nach dem Rennen konnten wir Läufer uns so richtig den Bauch vollschlagen, wenn wir wollten! Es gab nämlich nicht nur Getränke sondern auch ganz viel frisches Obst, leckeres Gebäck und sogar Torte im Kanada-Look!! Total cool! Viele Läufer sind ja auch im Kanada-Outfit gelaufen. Die meisten rot-weiß und einige sogar mit Hüten, Röckchen, Fähnchen und anderen Accessoires. Mir war das Race-Shirt bei den Temperaturen aber eindeutig zu warm, das heb ich mir für meine Hiking Touren auf Cape Breton auf...
1.7.14 04:48


Arthur

Ich bin heute nicht gut auf Arthur zu sprechen. Überhaupt nicht gut. Arthur ist nämlich daran schuld, dass das Stanfest gecancelt werden musste. Arthur ist ein tropischer Sturm, der am Wochenende auf die kanadischen Atlantikprovinzen treffen soll. Mit Windgeschwindigkeiten von 100 km/h und starken Regenfällen. Und die Organisatoren vom Stanfest haben entschieden, dass es zu gefährlich wäre, das Festival unter diesen Bedingungen stattfinden zu lassen. Ihr versteht, warum ich ein ausgesprochen großes Problem mit Arthur habe, oder?

Ich saß heute Mittag im Auto auf dem Weg zur Bay of Fundy und habe im Radio kurz etwas von Hurricane, Canso, Cancellation gehört und geglaubt und gehofft, mich verhört zu haben. Aber die Bestätigung und unausweichliche Wahrheit kam nur zwei Telefonate später. Ich konnte es nicht glauben... Noch nie(!) musste bisher ein Stanfest abgesagt werden. Schon gleich gar nicht wegen einem Hurrikan, die normalerweise zu dieser Jahreszeit noch gar nicht auftauchen dürften! Es klingt wie ein schlechter Aprilscherz...

Ich war völlig durch den Wind danach (wie passend, haha) und konnte mich nur schwer an dem schönen Wetter und der Tidel Bore erfreuen. Meine Gefühle pendelten permanent zwischen Trauer, Wut und Verzweiflung. Es ist einfach nicht zu fassen. Das Stanfest war ja eigentlich ausschlaggebend, dass ich den Urlaub in Nova Scotia überhaupt geplant habe. Und jetzt? Keine Ahnung, aber morgen bin ich hoffentlich schlauer...
3.7.14 03:50


Side Notes from Nova Scotia

  • mein Akzent wird fast immer auf Anhieb als Deutsch identifiziert (Mist!)
  • Lobster ist göttlich, könnt ich jeden Tag haben!
  • Bruce habe ich bisher kein einziges Mal im Radio gehört, trotz stundenlanger Fahrten im Auto
  • dafür werden Todesanzeigen im Radio durchgegeben
  • die Nebenstraßen sind zum Teil seeehr holprig und löchrig
  • dafür sind die Leute wahnsinnig freundlich und grüßen auch aus dem Auto heraus
  • Wilde Tiere habe ich bisher praktisch nur tot am Straßenrand gesehen, das eine Reh in Sherbrooke Village zählt nicht, weil fast zahm
6.7.14 07:35


The Road to Stanfest

So, dann werd' ich jetzt mal noch über ein paar musikalische Aktivitäten berichten, oder? Ich schätze, das könnte den einen oder anderen Leser eventuell interessieren.. ;-) Ihr könnt euch aber wirklich nicht vorstellen, wie unendlich deprimiert ich war, als ich am Donnerstag in Sherbrooke angekommen bin. Nach der niederschmetternden Absage vom Stanfest war mir alles völlig egal und ich konnte mich für nichts begeistern. Weder für mein wundervolles B&B, noch für den echt guten Chai Latte bei Beanie's Bistro und auch nicht für das lebende Museumsdorf Sherbrooke Village, weil das bei dem nieseligen Wetter auch nicht so einladend war...

Es war jedenfalls ein Tag, an dem ich am liebsten nach Hause geflogen wäre! Und ich habe auch arg mit mir gekämpft, ob ich abends überhaupt zu dem Songwriter's Camp Konzert gehen soll.. Das war ja der Grund, nach Sherbrooke zu fahren, weil die Teilnehmer (eine davon meine Flug und Cirle Sitznachbarin) und Instructors (einer davon ein gewisser Bruce Guthro) dort die Ergebnisse des viertägigen "Road to Stanfest" Camps präsentieren sollten. Und deshalb wäre ich auch dumm gewesen nicht zu gehen, oder? ;-)

Und mit dieser Erkenntnis machte ich mich nach einem leckeren Dinner mit Lachs und Salat mit zwei anderen "Auswärtigen" auf den Weg zur Kirche im Sherbrooke Village, wo um 19:30 Uhr das Konzert beginnen sollte. Und was soll ich sagen - es war großartig! Jeder Teilnehmer hat seinen eigenen Beitrag präsentiert und viele davon waren extrem gut! Manche standen tatsächlich zum ersten Mal mit einem eigenen Song auf der Bühne.. das muss man sich auch erstmal trauen! Normalerweise habe einige Talente die Chance, beim Stanfest zu performen. Aber wie wir wissen, wurde daraus dieses Jahr dank Arthur ja nichts... Trotzdem glaube ich, dass die Erfahrung, so ein Camp mitmachen zu können, eigentlich viel mehr wert ist...

Die Instructors waren natürlich ebenfalls vor Ort, aber während Mr. Guthro sich während des Konzerts betont im Hintergrund gehalten hat, machte Nathan Rogers den Pausenclown und hat alles kommentiert. Schräger Vogel, aber witzig! Kim Dunn hat sich vorne um den Sound gekümmert und ich hatte ihn die ganze Zeit im Blick. Nicht das Schlechteste, ist ganz nett anzuschauen der Mann und natürlich auch ein wahnsinnig guter Musiker. Das hat er nach der Pause noch mal bewiesen, als Bruce mit seinem Beitrag an der Reihe war und Kim ihn am Keyboard begleitet hat. Wir bekamen eine sehr intensive Version von "Cross" zu hören und danach ein mitreißendes "Walk this road". Der Mann hat's einfach drauf!

Chuck Brodsky hat dann zu meiner Freude wieder seinen lustigen Facebook Song gesungen und nach drei(!) Stunden kamen alle Teilnehmer auf die Bühne und haben gemeinsam mit Nathan an den Leadvocals "Hallelujah" gesungen. Was für ein krönender Abschluss des Abends! Wobei.. für mich kam das Highlight eigentlich erst hinterher. Denn als wir vier uns gerade vor der Kirche unterhalten haben, kam Bruce vorbei und fragte verwundert, warum wir Englisch reden, wo wir doch aus Deutschland sind. Wäre halt unpraktisch für die Schottin und die Dänin in der Runde gewesen, das hat er dann auch eingesehen... *lach* Er fragte dann noch so, ob wir sehr enttäuscht wegen Stanfest seien (ach, wieso denn? ich war bloß am Boden zerstört, nicht der Rede wert...) und hat uns dann aber erzählt, dass die Instructors ihren Support zeigen und trotzdem nach Canso fahren wollen, um dort zu spielen. Und das außerdem für Samstag was in Sydney geplant sei. That made my day! Und so endete der nicht so schöne Tag doch noch ausgesprochen versöhnlich. Danke, Bruce! :-)
6.7.14 16:33


Coxheath Hills Wilderness Trail

Oh, gerade habe ich doch mal kurz dran gedacht, dass heute eigentlich der letzte Tag vom Stanfest gewesen wäre.. Es ist halt einfach doch zu schade, dass daraus nichts geworden ist. Gar nicht mal so sehr wegen Bruce (den gab's ja am Freitag noch mal), aber ich hätte so gerne auch Dave Gunning, Lennie Gallant, Alan Doyle und die vielen anderen Künstler gehört... *seufz*

Naja, stattdessen gab's heute reichlich Natur, ich war nämlich zum ersten Mal hiken. Hatte mir vor meiner Reise extra ein Buch mit Trails auf Cape Breton besorgt und das werd ich in den nächsten Tagen auch oft brauchen..

Los ging es heute mit dem Coxheath Hills Wilderness Trail in der Nähe von Sydney. Der war ganz schön anspruchsvoll, besonders die erste Hälfte hatte es in sich, weil der Pfad schmal und stellenweise feucht war und man immer wieder Wasserläufe und Morast überwinden musste. Dafür hatte ich super Wetter und strahlenden Sonnenschein, während es heute Vormittag noch komplett bedeckt war und jetzt gerade auch wieder regnet... Und die Aussicht oben war toll! Hier mal die Eckdaten, das mach ich bei den anderen dann auch so:

Streckenlänge 8,8 km
Dauer 3 h
Steigung 548 m
Sichtungen mehrere Hörnchen, eine kleine grüne Schlange, diverse Vögel, darunter ein Specht und ein großer Kauz
Details Sportstracker (Streckenprofil und Fotos)
7.7.14 04:08


Louisbourg Lighthouse Trail

Heute war wieder ein Orts- und Unterkunftswechsel fällig. Nach zwei Nächten in der Nähe von Sydney bin ich jetzt für ein paar Tage in Baddeck. Auf dem Weg dorthin und um den Bras D'Or Lake herum gab es aber noch einen Abstecher nach Louisbourg, wo ich zunächst das Fortress besichtigt habe. Während es abseits der Küste angenehme 26 Grad hatte, konnte man dem Thermometer beim rapiden Abfallen der Temperatur zusehen, je näher man Louisbourg kam. Am Ende waren es keine 14 Grad mehr und es wehte eine äußerst steife Brise. Ich war aber gewarnt und zum Glück entsprechend angezogen...

Fast noch besser als die Verteidigungsanlagen selbst fand ich allerdings den Lighthouse Trail auf der anderen Seite der Bucht. Die Aussichten auf die schroffen Felsen und die mächtigen Wellen des Atlantiks waren beeindruckend! Leider war es nicht nur windig sondern auch zunehmend neblig, weshalb ich mich für die kurze Runde entschieden habe. Will aber unbedingt irgendwann auch mal den kompletten Trail bis Lorraine Head laufen.. möglichst bei Sonnenschein! ;-)

Streckenlänge 2,7 km
Dauer 40 min
Steigung 83 m
Sichtungen sehr viele Möwen und ein paar Gänse
Details Sportstracker (Streckenprofil und Fotos)
8.7.14 05:33


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